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Zu wenig Chefinnen? Linke pocht auf Frauenquote

In Sachsen-Anhalts Ministerien sind Frauen in Führungspositionen weiter unterrepräsentiert. Die Linke fordert mehr Gleichberechtigung in der Verwaltung.

01.04.2026

Die Linke fordert mehr Gleichberechtigung in der Verwaltung. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Linke fordert mehr Gleichberechtigung in der Verwaltung. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die sachsen-anhaltische Linksfraktion hat die Landesregierung aufgefordert, den Frauenanteil bei Führungspositionen in der Verwaltung zu erhöhen. Es gebe einen deutlichen Nachholbedarf, sagte Fraktionsvorsitzende Eva von Angern der dpa. „Frauen in Führungspositionen sind leider viel zu selten. Es existiert für Frauen eine gläserne Decke, da noch immer die Tätigkeiten zwischen den Geschlechtern ungerecht verteilt sind.“

In der Landesverwaltung in Sachsen-Anhalt werden Führungspositionen deutlich öfter von Männern als von Frauen besetzt, wie die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Angerns ergab. Bei der Besetzung von Abteilungs- und Referatsleiterstellen liegt der Anteil von Frauen in den Ministerien zwischen 22,9 und 48,5 Prozent.

Angesichts der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen müsse über eine Frauenquote diskutiert werden, betonte von Angern. „Frauenquoten sind so lange erforderlich, wie sich Männer in den Chefetagen vorzugsweise noch immer für Männer in Führungspositionen entscheiden.“