Zu Ostern kaum heimischer Spargel in Schleswig-Holstein
Frischer Spargel mit Schinken und Kartoffeln, mit Butter oder Hollandaise: Das edle Gemüse ist ein beliebtes Osteressen. In Schleswig-Holstein kommt die Ernte aber nicht rechtzeitig zum Fest in Fahrt.
In diesem Jahr ist zu Ostern kaum Spargel aus Schleswig-Holstein auf dem Markt. Die Saison beginnt in der Woche nach dem Fest. Soeren Stache/dpa
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Schleswig-Holsteiner, die zu Ostern gerne Spargel auf dem Teller haben, werden bei Ware aus dem eigenen Land noch kaum fündig. Einzelne Höfe besonders im Süden des Landes könnten schon erste Stangen verkaufen, sagte der Spargelberater der Landwirtschaftskammer, Thomas Hanf, der Deutschen Presse-Agentur. Für ein breiteres Angebot sei Ostern aber zu früh in diesem Jahr. Größere Mengen würden erst ab der Woche nach den Feiertagen erwartet.
Die Entwicklung des edlen Gemüses sei in diesem Jahr bisher gut. Die Anbaubetriebe könnten mit dem Start zufrieden sein. Unter den Folien erwärmten sich die Spargeldämme jetzt rasch, so Hanf.
Spargel wird im nördlichsten Bundesland nur von wenigen Betrieben auf relativ kleiner Fläche angebaut. Die 39 Anbaubetriebe ernteten im vergangenen Jahr nach Zahlen des Statistikamts Nord auf 478 Hektar rund 2.100 Tonnen Spargel. Gestochen wurde auf rund 400 Hektar. Das ist ungefähr die Größe des Dieksee in der Holsteinischen Schweiz. Die übrigen 78 Hektar entfielen auf noch nicht ertragsfähige Anlagen.