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Zentralrat der Juden zeichnet Dieter Nuhr aus

Kabarettist Dieter Nuhr (65) wird mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Der Zentralrat der Juden findet, er lege „konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel“ offen.

11.05.2026

Wird vom Zentralrat der Juden geehrt: Dieter Nuhr. (Archivbild)David Young/dpa

Wird vom Zentralrat der Juden geehrt: Dieter Nuhr. (Archivbild)David Young/dpa

© David Young/dpa

Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht dem Kabarettisten Dieter Nuhr (65) seine höchste Auszeichnung. Mit dem Leo-Baeck-Preis werde Nuhrs entschiedener Einsatz „gegen Antisemitismus in der Medienlandschaft“ gewürdigt, teilte der Zentralrat in Berlin mit. Nuhr setze sich „mit herausragender Klarheit“ gegen Antisemitismus ein.

„Dabei nutzt er seine Rolle als Kabarettist und seine Plattform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, um konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel offenzulegen“, teilte Präsident Josef Schuster mit.

„Mit seinen Beiträgen setzt er einen Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen in der deutschen Medienlandschaft und positioniert sich klar an der Seite jüdischen Lebens.“ Die Auszeichnung soll Nuhr am 10. Juni in Berlin verliehen werden, die Laudatio soll der Autor Ahmad Mansour halten.

Die Auszeichnung erinnert an den Rabbiner Leo Baeck (1873-1956). Gewürdigt wurden damit unter anderem die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die frühere Kanzlerin Angela Merkel. Die seit 1957 vergebene Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.