Zentralrat der Juden entsetzt über AfD-Wahlerfolg
Die AfD habe ihre Ziele klargemacht - wer sie gewählt habe, trage Verantwortung für dieses Ergebnis, sagt Zentralratspräsident Josef Schuster. Ein Aspekt macht ihm besonders Sorge.
Zentralratspräsident Schuster äußert sich entsetzt über den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt. (Archivbild)Pia Bayer/dpa
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Der Zentralrat der Juden äußert sich schockiert über den Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. „Der Ausgang der Wahl ist noch offen, aber fest steht bereits: Eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei ist in einem deutschen Bundesland nur knapp von der Alleinregierung entfernt“, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster der „Welt“ zu den ersten Trends am Wahlabend.
Er fügte hinzu: „Ich bin von diesem Wahlergebnis persönlich entsetzt.“ Es sei in den vergangenen Monaten klar ersichtlich gewesen, welche Ziele die AfD verfolge. „Wer sie heute gewählt hat - trotz oder wegen dieser Ziele - trägt die Verantwortung für dieses Ergebnis.“
Schuster sagte auch, er fürchte den Einfluss der AfD auf die Bildungspolitik. „Der Schaden, den die sogenannte Alternative für Deutschland jetzt anrichten würde, wenn sie in Verantwortung gelangt, ist immens.“ Bildung sei der wichtigste Grundstein für den Erhalt einer offenen Gesellschaft und den Kampf gegen Antisemitismus, sagte Schuster.