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Zehn Badetote im Vorjahr in Sachsen

Die meisten tödlichen Badeunfälle in Sachsen ereigneten sich in offenen Gewässern. Warum gerade das Wetter eine entscheidende Rolle spielte, erklärt die DLRG-Präsidentin.

10.03.2026

Es gab zehn Badetote im Vorjahr in Sachsen. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

Es gab zehn Badetote im Vorjahr in Sachsen. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

Im vergangenen Jahr sind in Sachsen zehn Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Das waren sechs Todesfällen weniger als noch 2024, wie aus Daten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht. Auffällig war im Vorjahr, dass vier Opfer unter 30 Jahre alt waren. Im Jahr 2024 hatte es keine tödlichen Badeunfälle bei Unter-30-Jährigen gegeben. Sieben Ertrunkene waren männlich.

Die meisten Menschen ertranken in den Monaten März (3) und April (2). In den Sommermonaten Juli und August gab es jeweils nur einen Badetoten. Die meisten Unfälle passierten erneut in offenen Gewässern: Drei Menschen ertranken in Seen und jeweils zwei in Flüssen oder Teichen.

DLRG: Bei gutem Wetter nehmen die tödlichen Badeunfälle zu

Deutschlandweit sank die Zahl der tödlichen Badeunfälle um 18 Opfer auf 393 Fälle, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft bekanntgab. Die meisten Badeunfälle ereigneten sich im Juni. „Wäre es in der folgenden Hauptferienzeit weiterhin so sonnig und heiß geblieben, hätten wir wohl erneut einen Anstieg der Opferzahl vermelden müssen“, sagte die Präsidentin der DLRG, Ute Vogt. Denn insbesondere bei herrlichem Sommerwetter steige die Zahl der Unfälle sprunghaft an. Trauriger Höhepunkt: An einem Wochenende im Juni kamen 15 Menschen beim Baden und Schwimmen ums Leben.