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ZDF-Reporter bedrängt – Landtag will Vorfall aufarbeiten

Ein Streamer verfolgt „heute show“-Reporter Fabian Köster durch den Magdeburger Landtag – der Vorfall ist auf Video zu sehen. Welche Konsequenzen zieht die Landtagsverwaltung?

15.10.2026

Fabian Köster (31, „heute show„) ist sonst selbst für seine konfrontativen Interviews und Fernsehauftritte für die Satire-Sendung bekannt. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

Fabian Köster (31, „heute show„) ist sonst selbst für seine konfrontativen Interviews und Fernsehauftritte für die Satire-Sendung bekannt. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

© Daniel Bockwoldt/dpa

Nachdem bei der konstituierenden Landtagssitzung in Sachsen-Anhalt „heute show“-Reporter Fabian Köster von einem Streamer bei der Arbeit bedrängt worden war, prüft die Landtagsverwaltung den Vorfall. Die Ereignisse würden derzeit analysiert, teilte eine Sprecherin des Landtags mit. Die Landtagsverwaltung werde zukünftig stärker Sorge dafür tragen, sowohl ungehinderte Freiräume zur Ausübung der Pressefreiheit als auch einen ungestörten Aufenthalt von Abgeordneten, Journalisten und Gästen im Landtag zu gewährleisten. Bei Verstößen könne es nach Ermahnungen auch zu Verweisen bis hin zu Hausverboten kommen. 

Ein Filmer des YouTube-Kanals „Deutschland Kurier“ soll Köster während der Dreharbeiten im Magdeburger Landtag verfolgt und bedrängt haben. Der Kanal veröffentlichte selbst ein Video, das entsprechende Szenen mit dem Filmer und Köster aus dem Landtag zeigt.

Bereits vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte es vor allem im Umfeld von AfD-Wahlkampfveranstaltungen ähnliche Vorfälle gegeben, in denen rechte Streamer Journalisten bedrängt hatten. Nach Angaben der Deutschen Journalisten-Union (dju) hatte es im Umfeld von AfD-Wahlkampfveranstaltungen mindestens 30 Vorfälle gegeben. Nach einem Vorfall mit einer Reporterin des „Spiegel“ hatte die AfD einem Streamer Vorgaben für den Besuch von Veranstaltungen gemacht.