Wollitz warnt weiter trotz Cottbuser Leidenschaft
Energie Cottbus zeigt im Pokal gegen den FC Augsburg einen beachtlichen Auftritt. Claus-Dieter Wollitz will sich aber nicht einlullen lassen. Der Trainer sieht weiter Defizite und spricht sie an.
Cottbus-Trainer Wollitz sieht noch viel Arbeit auf sich zukommen. Robert Michael/dpa
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Claus-Dieter Wollitz hatte alle Möglichkeiten. Er hätte sein Team für den großen Kampf und die große Leidenschaft loben können. Er hätte das fehlende Match-Glück bedauern oder zur Not auch irgendeine Ungerechtigkeit des Fußball-Gotts beschwören können. Doch der Trainer von Energie Cottbus hat gerade einen anderen Plan. Wollitz kritisierte, mahnte und forderte. Wieder. Trotz eines beachtlichen Auftritts gegen den FC Augsburg.
Natürlich stand da das nackte Ergebnis. 0:2. Aus in der ersten DFB-Pokalrunde für den Zweitliga-Aufsteiger. Trotz aller beachtlichen Bemühungen, dem Bundesligisten mit Leidenschaft entgegenzutreten, fehlte am Ende der Ertrag. Gegen Augsburg mag das für die Lausitzer zu verschmerzen sein. Es ist keine Schande gegen einen klassenhöheren Gegner zu verlieren.
Wollitz sieht Gefälle im Team
Aber Wollitz umtreibt die Sorge, dass sie sich beim FCE in einer schwierigen Zweitliga-Saison mit zu wenig zufriedengeben. Und er mahnt personelle Verstärkungen an. „Ich glaube, dass die Mannschaft im Gefälle besser werden muss und das Gefälle reicht im Moment nicht aus“, sagte der 61-Jährige. Das Ergebnis gegen Augsburg spiegele die Realitäten wider.
Die Stimmung im Stadion ist ein Plus für Cottbus.Robert Michael/dpa
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Mit den vorhandenen Möglichkeiten könnte die große Euphorie bei Energie schnell vorbei sein. „Ich bleibe dabei, wir müssen risikofreudiger werden. Wenn wir das nicht werden, dann können zwölf Monate schnell vorbeigehen und dann guckt man sich an und sagte, warum haben wir nicht mal...“, warnte Wollitz.
Stürmersuche prioritär
Dieser Ball liegt also bei der Club-Führung. Bis zum 1. September sind noch Transfers möglich. „Es wäre gut für die Mannschaft“, sagte Wollitz und hatte dabei speziell auch die Offensive im Blick, in der der Verletzungsausfall von Erik Engelhardt immer noch schmerzt. Neuzugang Dmytro Bogdanov bekam ein paar Jokerminuten gegen Augsburg, doch Wollitz warnt davor, dem Teenager zu viel Last aufzubürden.
Einen schnellen Benefit aus dem Augsburg-Spiel wünschen sie sich in Cottbus für die Liga, wenn am Samstag die SpVgg Greuter Fürth kommt. Doch Wollitz macht klar, dass es nur mit harter Arbeit funktionieren wird. „Die Frage ist, ob man mit einer Niederlage Selbstvertrauen tanken kann. Das können wir nur in der Trainingswoche untermauern, in dem wir intensiv weiterarbeiten. Das ist der Schlüssel“, sagte er.
Mit dem Tor des Augsburgers Jakic war das Spiel in Cottbus entschieden. Robert Michael/dpa
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