Wolke Hegenbarth: Kinderfotos im Netz sind „wie Atommüll“
Was passiert mit Fotos im Netz? Die Schauspielerin Wolke Hegenbarth warnt: „Diese Unkontrollierbarkeit, was mit einem Bild alles passieren kann, sollte man sich einmal vor Augen führen.“
Wolke Hegenbarth gibt in den sozialen Medien Einblicke in ihr Privatleben - aber ihren Sohn zeigt sie nur bedingt. (Archivbild)Christian Charisius/dpa
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Die Schauspielerin Wolke Hegenbarth teilt Eindrücke aus ihrem Privatleben in sozialen Netzwerken - allerdings, ohne dass ihr Sohn darauf erkennbar ist. „Ein Foto, das einmal im Netz ist, bekommt man nie wieder raus. Ich glaube, dafür fehlt manchen Menschen noch immer das Bewusstsein. Das ist wie Atommüll“, sagte Hegenbarth (46) in einem „T-Online“-Interview zum emotionalen Thema Kinderfotos.
„Diese Unkontrollierbarkeit, was mit einem Bild alles passieren kann, sollte man sich einmal vor Augen führen. Insbesondere mit KI. Fotos können inzwischen animiert und zu Filmen verarbeitet werden“, führte Hegenbarth aus. Das sei „richtig gruselig“. Ihr Appell: „Bevor man ein Kinderfoto irgendwo hochlädt, sollte man ganz genau darüber nachdenken.“
Hegenbarth hat zum 5. Geburtstag ihres Sohnes 2024 verkündet, keine Posts mehr „rund um Avi“ absetzen zu wollen: „Er wird jetzt groß und verdient eine vollumfängliche Privatsphäre.“ Zuvor hatte Hegenbarth etwa Fotos ihres Kindes bei einem Standspaziergang oder auf dem Oktoberfest geteilt, das Gesicht des Kindes war allerdings nicht zu erkennen.
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Die in Berlin lebende Hegenbarth ist gerade in einem ARD-Film in der Rolle einer Momfluencerin zu sehen - also als eine Mutter, die auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube ihren Alltag, ihr Familienleben und ihre Rolle als Mutter präsentiert (Der Film „Kindersegen“ aus der Reihe „Einspruch, Schatz!“ ist in der Mediathek zum Streamen verfügbar).
Auf die Frage, ob sie Gemeinsamkeiten mit der Rolle habe, sagte Hegenbarth: „Ich zeige auch viel von meinem Leben - nur ganz anders. Ich habe einen großen Instagram-Kanal, insofern bin ich ihr nicht so unähnlich. Ich fand es spannend, dass die Rolle die Frage aufwirft, wie viel Social Media eigentlich gesund ist.“
Ihre Antwort darauf: „Ich bin der Meinung, man sollte seine Kinder dort nicht zeigen und vorführen. Genau das macht sie, und das ist einfach nicht cool.“