dpa

Wohnungsbau in Sachsen-Anhalt geht weiter zurück

In Sachsen-Anhalt wurden auch 2025 deutlich weniger Wohnungen gebaut als noch im Jahr zuvor. Und auch generell sind die Bauvorhaben zurückgegangen.

13.04.2026

Der Wohnungsbau geht in Sachsen-Anhalt zurück. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Wohnungsbau geht in Sachsen-Anhalt zurück. (Symbolbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

In Sachsen-Anhalt sind 2025 erneut deutlich weniger Bauanträge für Wohngebäude genehmigt worden als noch im Jahr zuvor. 1.805 Anträge wurden laut des Statistischen Landesamtes bewilligt, in denen 2.662 neue Wohnungen entstehen sollen. Das entspricht laut den Daten einem Rückgang von 9,4 Prozent bei den Wohngebäuden und 14,8 Prozent bei neuen Wohnungen.

In Sachsen-Anhalt gab es im Jahr 2024 etwa 584.000 Wohngebäude mit mehr als 1,2 Millionen Wohnungen, hieß es von einer Sprecherin des Statistischen Landesamtes auf Nachfrage.

Die Baugenehmigungen sind ein wichtiger Indikator für den Wohnungsbau, der wegen gestiegener Zinsen und Baukosten in der Krise steckt: Was nicht genehmigt wird, wird später nicht gebaut. Vor allem in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Die Bundesregierung will mit einem „Bau-Turbo“ über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau voranbringen. Mit den staatlichen Milliardenausgaben für Infrastruktur schöpft die Baubranche Hoffnung auf eine Trendwende in diesem Jahr.

Nur leichter Zuwachs im letzten Quartal

Etwas anders sieht die Entwicklung derweil bei „Nichtwohngebäuden“ aus. Dazu zählen etwa Fabrikgebäude, Hotels oder Bürogebäude. Dort wurden in Sachsen-Anhalt insgesamt 795 Vorhaben genehmigt, was eine „nahezu stabile“ Entwicklung zum Vorjahr sei.

Ganz generell sind die Anträge für Neubauten weiter zurückgegangen. Die 2.600 Baugenehmigungen im vergangenen Jahr sind 6,7 Prozent weniger als noch 2024. Nur im letzten Quartal gab es mit 684 Genehmigungen einen kleinen Zuwachs im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres, als es noch 633 Genehmigungen waren. Diese konnten „die Rückgänge zu Jahresanfang jedoch nicht ausgleichen“.