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Wohlgemuth spricht von „Denkzettel“ für den VfB

Erst totale Dominanz, dann offener Schlagabtausch: Der VfB Stuttgart verspielt im Europa-League-Vorrundenfinale eine 2:0-Führung. Auch der Kapitän sieht trotz des Last-Minute-Siegs Grund für Kritik.

30.01.2026

Konnte trotz eines starken Beginns am Ende nicht ganz zufrieden sein: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.Bernd Weißbrod/dpa

Konnte trotz eines starken Beginns am Ende nicht ganz zufrieden sein: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß.Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Den Last-Minute-Sieg nach zwischenzeitlich verspielter 2:0-Führung gegen die Young Boys Bern stuft Sportvorstand Fabian Wohlgemuth als lehrreichen „Denkzettel“ für den VfB Stuttgart ein. Auch Kapitän Atakan Karazor kritisierte nach dem 3:2 die Art und Weise, wie der VfB die Partie aus der Hand gegeben hatte: „So was dürfen wir uns einfach nicht erlauben, ganz einfach. Da müssen wir einfach Reife zeigen. Vielleicht haben wir gedacht, dass es von allein geht, aber dieser Gedanke darf einfach nicht auftreten.“

Was war passiert?

Der VfB hatte die erste halbe Stunde gegen Bern komplett dominiert und schon nach sieben Minuten zwei Tore erzielt. Statt das Spiel aber mit einem dritten Treffer womöglich frühzeitig zu entscheiden, gaben die Schwaben die Kontrolle aus der Hand und kassierten durch zwei Gegentreffer in der 42. und 57. Minute den Ausgleich. „Die Führung hat uns nicht gut getan“, fasste Wohlgemuth das Geschehen auf dem Platz zusammen. Angesichts eines offenen Schlagabtauschs in Hälfte zwei hätte der VfB auch verlieren können, stattdessen fiel in letzter Minute der Siegtreffer von Chema Andrés. 

Chema Andrés (l) rettete dem VfB einen Sieg gegen Bern.Bernd Weißbrod/dpa

Chema Andrés (l) rettete dem VfB einen Sieg gegen Bern.Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Mangelnde Effizienz bleibt ein Kritikpunkt

Es sei nach einer großartigen ersten halben Stunde „wie im Guss“ eine neue Dynamik entstanden, die seine Mannschaft bis zum Schluss nicht mehr richtig in den Griff bekommen habe, bilanzierte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. 

Um unter die Top Acht vorzurücken und damit direkt ins Achtelfinale einzurücken, reichten auch die nächsten drei Punkte am Ende nicht mehr. Die Chancen waren vor dem letzten Spieltag am Donnerstagabend aber ohnehin schon sehr gering gewesen.

Anders als der Landesrivale SC Freiburg muss der schwäbische Bundesligist nun den Umweg über die Playoffs nehmen und trifft dort auf den schottischen Club Celtic Glasgow oder Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien. „Wir müssen uns steigern in der Effizienz“, forderte Hoeneß mit Blick auf die nächsten Spiele.