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Wo sich die Grundwasserlage zuspitzt

Jede dritte Messstelle im Südwesten meldet niedrige Werte. Wie sich Trockenheit und Verdunstung auf die Entwicklung der Grundwasserlage auswirken und womit Fachleute in den nächsten Wochen rechnen.

02.07.2026

An mehreren Stellen im Land werden die Grundwasserstände gemessen. (Archivbild)Marijan Murat/dpa

An mehreren Stellen im Land werden die Grundwasserstände gemessen. (Archivbild)Marijan Murat/dpa

© Marijan Murat/dpa

Angesichts der hochsommerlichen Verhältnisse in den vergangenen Wochen sind die Grundwasservorräte im Südwesten aktuell niedriger als vor einem Jahr. „Anfang Juli 2026 überwiegen in Baden-Württemberg unterdurchschnittliche Grundwasserverhältnisse mit rückläufiger Entwicklungstendenz“, heißt es im Bericht „Grundwasserstände und Quellschüttungen“ der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe. Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung seien aufgrund der momentanen Beobachtungen allerdings nicht zu erwarten.

Jede dritte Messstelle unterhalb des Normalbereichs 

Die Grundwasserstände und Quellschüttungen bewegen sich den Angaben zufolge auf unterdurchschnittlichem Niveau, aber meist noch innerhalb des unteren Normalbereichs. Jede dritte Messstelle liege aber darunter, hieß es.

Betroffen seien unter anderem südöstliche Landesteile. „Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen auch im Neckarbecken zugespitzt“, teilten die Fachleute mit. In den kommenden Wochen sei von Rückgängen auszugehen. „Die Flächen mit niedrigen Grundwasserverhältnissen werden zunehmen.“

Neubildung wohl bald unterbrochen

Die oberen Bodenschichten seien wegen der hohen Temperaturen und der Verdunstung ausgetrocknet, heißt es in dem Bericht. In tieferen Bodenschichten sei noch eine gewisse Restfeuchte vorhanden. Allerdings dürfte eine Neubildung aus Niederschlägen in Kürze unterbrochen werden.

Für die Bewertung berücksichtigt die LUBW die aktuelle Situation, setzt sie in Bezug zur bisherigen Entwicklung und erstellt Prognosen. Dabei werden Faktoren herangezogen wie Bodenfeuchte, meteorologische Daten wie Temperatur und Niederschläge sowie der bisherige saisonale gewässerkundliche Jahresverlauf der Messstellen.