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Wissing: „Alexander Schweitzer ist verlässlich“

Die beiden Pfälzer gehörten jahrelang zum Ampel-Projekt in Rheinland-Pfalz. Jetzt will der eine Ministerpräsident bleiben. Und der andere - Anwalt ohne Parteibuch - lobt ihn in der „Rheinpfalz“.

17.02.2026

Der ehemalige rheinland-pfälzische FDP-Chef schätzt Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD). (Archivbild)Andreas Arnold/dpa

Der ehemalige rheinland-pfälzische FDP-Chef schätzt Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD). (Archivbild)Andreas Arnold/dpa

© Andreas Arnold/dpa

Der frühere rheinland-pfälzische FDP-Chef und Ex-Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat die Regierungsarbeit von Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) gelobt. „Rheinland-Pfalz wird seit Jahren gut regiert“, sagte Wissing der „Rheinpfalz“. „Das Land hat sich in vielerlei Hinsicht ziemlich positiv entwickelt, insbesondere im Bereich der Biotechnologie.“ In Zeiten der Verunsicherung infolge globaler Veränderungen brauche es „Kontinuität und einen starken Zusammenhalt“. „Die Ampelkoalition hat sowohl unter Malu Dreyer als auch unter Alexander Schweitzer bewiesen, dass sie ein Land in schwierigen Zeiten sicher führen kann.“ 

Alexander Schweitzer sei verlässlich und verfüge über viel Erfahrung in verschiedenen Spitzenämtern, sagte der parteilose Wissing weiter. Am 22. März wird der Landtag in Rheinland-Pfalz gewählt und Schweitzer will als Regierungschef bestätigt werden. 

Wissing: Nehme nicht aktiv am Wahlkampf teil

Wissing betonte aber auch, dass er keiner politischen Partei angehöre und nicht aktiv am Wahlkampf teilnehme. „Deshalb werbe ich auch nicht für eine Partei“, sagte er. Der 55-Jährige war nach dem Bruch der Ampelkoalition in Berlin aus der FDP ausgetreten.

„Aber persönlich kenne ich Alexander Schweitzer schon lange, unter anderem aus der erfolgreichen Zusammenarbeit in Mainz“, sagte Wissing. Er war als FDP-Landeschef sowie Landesminister für Verkehr und Wirtschaft langjähriger Weggefährte von Schweitzer, der erst der SPD-Fraktion vorstand und dann Arbeits- und Sozialminister wurde, bevor er Malu Dreyers Amt übernahm. 

Wissing und Schweitzer waren auf der selben Schule in der Pfalz

„Wir haben sogar die gleiche Schule in Bad Bergzabern besucht“, berichtete der Pfälzer. Schweitzer habe neben sozialer Gerechtigkeit immer auch die Bedürfnisse der Wirtschaft im Blick, sagte Wissing. „Beides braucht die Gesellschaft.“

„Als überzeugter Demokrat und als politischer Mensch ist es mir nicht egal, wer unser Land regiert“, sagte Wissing weiter. „Mir ist wichtig, dass inhaltliche Angebote statt leerer Versprechungen den Wahlausgang bestimmen“, sagte Wissing. „Es gibt in Deutschland genug Extremismus. Rheinland-Pfalz kann ein wertvoller Anker der demokratischen Stabilität sein. Ich rate sehr dazu, das bei der kommenden Wahl zu bedenken.“

Wissing hat kein Mitleid mit der FDP

Mitleid mit seiner früheren Partei, der FDP, die auch in Mainz an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern droht, hat Wissing nicht. „Die FDP braucht kein Mitleid. Sie ist in der Regierung. Der Wahlkampf ist die Zeit, in der Regierungsparteien mit Inhalten und der Bilanz der eigenen Arbeit punkten können.“