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Wilhelma träumt von neuen Tierwelten

Mit einem Masterplan will die Wilhelma viel verändern – von afrikanischer Savanne bis Elefantenwelt. Was Besucher erwartet und welche Projekte geplant sind.

28.07.2026

Die Stuttgarter Wilhelma schaut weit in die Zukunft. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

Die Stuttgarter Wilhelma schaut weit in die Zukunft. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa

© Bernd Weißbrod/dpa

Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart setzt sich ehrgeizige Ziele: Mit einem Masterplan 2035+ soll die Wilhelma erneuert und umgestaltet werden. Das geht aus einer Mitteilung hervor. Ziel ist es laut Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin, Bewährtes zu bewahren und den Mut zu haben, neue Maßstäbe zu setzen. Voraussetzung sei, dass Gelder fließen. Die Wilhelma ist eine Einrichtung des Landes. 

Das Finanzministerium erklärte, der Masterplan sei ein langfristiger Entwicklungsplan. „Bedeutet also nicht, dass alles schon finanziert ist. Das muss für jeden Haushalt entschieden werden“, teilte ein Sprecher mit. Über die Bereitstellung von Haushaltsmitteln entscheide der Landtag mit Blick auf finanzpolitische Prioritäten und verfügbare Mittel.

Neue afrikanische Savanne und eine Südostasien-Anlage 

Die Wilhelma-Leitung will eine neue afrikanische Savanne, die Umgestaltung des Flusspferdhauses zu einer Südostasien-Anlage mit Schabrackentapiren, Orang-Utans und Gibbons. Der Förderverein der Wilhelma plane eine frei zugängliche Anlage für Zwergflusspferde am Neckar. 

Die Themenwelt Terra Australis soll laut der Mitteilung zeitnah mit anderen Bereichen weiterentwickelt werden mit einer teilweise begehbaren Anlage für unter anderem Südliche Nacktnasenwombats. Vor dem Amazonienhaus sei ein Krallenaffenbaum geplant. Wesentlich seien auch Erhaltung und Weiterentwicklung der denkmalgeschützten Gebäude. 

Der Bau des Elefantenhauses soll bis Anfang 2030 dauern: Das Land rechnete zuletzt mit Gesamtbaukosten von rund 68,5 Millionen Euro. Davon sollen 15 Millionen Euro vom Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma übernommen werden. Spatenstich für das Elefantenhaus war im Januar.

Eine Institution internationaler Bedeutung

Der Masterplan ende absichtlich nicht mit dem Jahr 2035. „Die Wilhelma will Maßstäbe setzen - im Artenschutz, in der Umweltbildung, in der nachhaltigen Entwicklung und als moderne wissenschaftliche Einrichtung im Dienst der biologischen Vielfalt“, hieß es weiter. 

Die Wilhelma ist nach eigenen Angaben der einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands. Auf dem historischen Gelände, dessen Wurzeln in einer privaten Parkanlage von König Wilhelm I. von Württemberg liegen, werden laut Wilhelma rund 1.200 Tierarten und mehr als 8.500 Pflanzenarten und -sorten gepflegt. Pro Jahr kommen demnach mehr als 1,8 Millionen Besucher.