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Wieder werden Schulen bestreikt - Unterrichtsausfall möglich

Im öffentlichen Dienst laufen Tarifverhandlungen. Das merkt man auch an Schulen in MV, wo wieder Warnstreiks geplant sind. Betroffen sind auch erneut die Unikliniken.

04.02.2026

Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat.  (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr im Monat. (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

An den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern könnte es aufgrund von Warnstreiks am Donnerstag erneut zu Unterrichtsausfällen kommen. In Rostock ist eine zentrale Kundgebung auf dem Neuen Markt geplant. Auch an den Universitätsmedizinstandorten Rostock und Greifswald soll es wieder Warnstreiks geben. Hintergrund sind die seit 3. Dezember laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder, die am 11. Februar fortgesetzt werden. 

Das Schweriner Bildungsministerium betonte, eine mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) getroffene Vereinbarung über Notdienste sei weiterhin gültig. Danach werden Schüler an den Grund- und Förderschulen betreut. Wie an vorausgegangenen Streiktagen ist unklar, wie stark die Beteiligung an den Schulen ausfallen wird. 

In MV sind den Angaben zufolge 65 Prozent der 12.880 Lehrkräfte an den öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen nach Tarif beschäftigt, 35 Prozent der Lehrkräfte sind verbeamtet, die nicht streiken dürfen.

Auch Unikliniken wieder betroffen

Warnstreiks sind am Donnerstag und Freitag auch wieder an den Universitätskliniken in Rostock und Greifswald geplant. In Greifswald verständigten sich Uniklinik und die Gewerkschaft Verdi aber darauf, am Donnerstag die Bereiche OP-Pflege und Anästhesie-Pflege von Warnstreiks auszuklammern. Damit könnten die OP-Säle vollumfänglich genutzt werden, teilte ein Sprecher der Unimedizin mit. Ein am Arbeitsgericht Stralsund für heute angesetzter Termin wurde aufgrund der Verständigung gestrichen. 

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für Nachwuchskräfte verlangt Verdi 200 Euro mehr pro Monat sowie die unbefristete Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. Laut Innenministerium sind in MV rund 34.600 Arbeitnehmer betroffen, neben Angestellten auch Beamte, auf die die Verhandlungsergebnisse übertragen werden.