Weniger Braustätten in Sachsen
Die Brauereien leiden unter hohen Kosten und sinkendem Absatz. Das spüren auch die Betriebe in Sachsen.
Brauereien in Sachsen stehen zunehmend unter Druck. Grund sind steigende Kosten und ein rückläufiger Bierabsatz. (Symbolbild)Bodo Schackow/dpa
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Die Zahl der Brauereien in Sachsen ist voriges Jahr leicht zurückgegangen. Zuletzt wurden hierzulande 83 Braustätten betrieben - zwei weniger als 2024, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Internationalen Tag des Bieres (7. August) hervorgeht. Damit trifft ein bundesweiter Trend den Freistaat. Die Statistiker beobachten seit einigen Jahren ein Sterben von Brauereien. 2025 waren es demnach deutschlandweit 1.415 produzierende Betriebe - 53 weniger als im Jahr zuvor.
Hintergrund der Entwicklung ist der seit Jahren sinkende Absatz bei gleichzeitig stark steigenden Kosten. Zwar steigt die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier, das kann aber die Mengenverluste beim herkömmlichen Bier nicht ausgleichen. 2025 verkauften die Brauereien und Bierlager in Deutschland rund 7,8 Milliarden Liter Bier, so die Statistikbehörde. Das waren 6,0 Prozent weniger als im Vorjahr und 15,7 Prozent weniger als im Jahr 2019.
Erst im März dieses Jahres hatte die Mauritius Brauerei in Zwickau Insolvenz angemeldet, hat den Betrieb aber fortgeführt. Die Schieflage war ebenfalls mit steigenden Kosten und der insgesamt schwierigen Lage für die Branche begründet worden.