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Weiterhin Unwettergefahr - dann Abkühlung

Heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm sind vor allem im Süden zu befürchten. Am Freitag sorgt dann ein Wechsel der Luftmassen für Abkühlung und bringt das Ende der Hitze.

16.07.2026

Schwere Gewitter drohen vor allem im Süden - wie hier in Friedrichshafen.Jason Tschepljakow/dpa

Schwere Gewitter drohen vor allem im Süden - wie hier in Friedrichshafen.Jason Tschepljakow/dpa

© Jason Tschepljakow/dpa

Schwere Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel werden heute vor allem im Süden Deutschlands erwartet. Ab Nachmittag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde, Hagel mit drei Zentimeter großen Körnern und schweren Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde.

Weniger schwere Gewitter werden in den anderen Teilen Deutschlands erwartet - meist mit Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit, stürmischen Böen um 70 Kilometer pro Stunde und kleinkörnigem Hagel.

Unwetterschäden in Baden-Württemberg

Heftige Unwetter mit Hagel, Gewitter, Sturm und Starkregen hatten am Mittwoch in Baden-Württemberg zahlreiche Einsätze ausgelöst. Besonders betroffen waren die Bodenseeregion und der Raum Reutlingen. Am Bodensee rückte die Feuerwehr vor allem wegen umgestürzter Bäume aus, in Kressbronn stürzte auf einem Campingplatz ein Baum auf ein Wohnmobil. 

In Reutlingen sorgten Starkregen und ein Hagelsturm mit bis zu fünf Zentimeter großen Körnern für vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und einen zeitweisen Stromausfall für rund 6.000 Haushalte. In Schemmerhofen (Kreis Biberach) lag der Hagel zentimeterhoch auf den Straßen. 

Auf der A81 bei Singen überschlug sich ein Auto mehrfach, als plötzlich Starkregen einsetzte - die Fahrerin blieb unverletzt. In Aitrach erlitt eine 43-Jährige einen leichten Stromschlag, als ein Blitz einschlug, während sie ihr ladendes Handy in der Hand hielt. In Lichtenstein setzte ein Blitz den Dachstuhl eines unbewohnten Hauses in Brand.

Hitze klingt aus

Heute wird es noch einmal heiß: Im Südwesten von der Donau bis zum Niederrhein sind oft über 30 Grad möglich. „Am Donnerstag bäumen sich die Temperaturen noch ein letztes Mal auf“, erklärte Fabian Chow von der Wettervorhersagezentrale des DWD. Besonders rund um den Oberrheingraben ist die Wärmebelastung stark.

Am Freitag bringt ein Luftmassenwechsel das Ende der Hitze. „Dabei kommt es jedoch verbreitet zu reger Gewitteraktivität“, sagte Chow. Die Luft sei weiter energiegeladen, die Gewitter könnten heftig ausfallen. Zum Wochenende wird es dann deutlich kühler mit oft unter 25 Grad, an der Küste teils stürmisch.