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Weitere Gegenstände in Süßigkeiten entdeckt

Mehrere Tage nach Halloween beschäftigen manipulierte Süßigkeiten weiter die Polizei. Im Freistaat wurden in drei weiteren Fällen Nadeln entdeckt.

04.11.2026

In weiteren Fälle sind manipulierten Süßigkeiten entdeckt worden. (Symbolbild)Martin Schutt/dpa

In weiteren Fälle sind manipulierten Süßigkeiten entdeckt worden. (Symbolbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

In Thüringen sind weitere Fälle von spitzen Gegenständen in Süßigkeiten bekanntgeworden. Wie die Polizei mitteilte, erstattete ein Vater aus Schleusingen (Landkreis Hildburghausen) Anzeige, nachdem seine Kinder eine Nadel in einem Schokoriegel entdeckt hatten. Auch im Landkreis Schmalkalden-Meiningen sowie in Jena wurden Gegenstände in Süßigkeiten gefunden.

Aufgrund der Medienberichterstattung über manipulierte Süßigkeiten hatten die Kinder in Schleusingen demnach den Riegel mit einem Magneten überprüft. Der Vater brachte den Schokoriegel daraufhin in einer Dose zur Polizei, der Riegel wurde als Beweismittel sichergestellt. 

In Steinbach-Hallenberg (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) entdeckte die Mutter eines dreijährigen Kindes eine Stecknadel in einer der Süßigkeiten, die es bei einer Halloween-Tour bekommen hatte. 

Zusammenhang der Fälle bisher nicht bekannt

In Jena fand laut Polizei ein Elfjähriger einen Nagel in einem Schokoriegel. Diesen habe er zu Halloween gesammelt. Verletzt wurde er nicht.

Meldungen über spitze Gegenstände in Süßigkeiten gibt es aus weiteren Regionen Thüringens sowie aus mehreren Bundesländern. „Ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit nicht bekannt“, hieß es von der Polizeiinspektion Suhl. 

Diejenigen, die verdächtige Beobachtungen gemacht oder ebenfalls Süßigkeiten mit Fremdkörpern erhalten haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die manipulierten Lebensmittel sollten zudem nicht weggeschmissen, sondern als Beweismittel, am besten in einer Tüte, an die Behörde übergeben werden.

Rolle von sozialen Medien 

Laut Landespolizeidirektion sind in Thüringen nach derzeitigem Stand zwölf Sachverhalte im Zusammenhang mit möglicherweise manipulierten Süßigkeiten bekannt. Verletzt wurde bisher keines der Kinder. Bei einem der Fälle stellte sich inzwischen heraus, dass ein betroffenes Mädchen selbst einen Holzspieß in einen Schokoriegel gesteckt hatte. 

Zur Rolle der sozialen Medien hieß es, dass sie einerseits betroffenen Eltern ermöglichten, Hinweise und Warnungen schnell zu verbreiten. Anderseits könnten auch ungeprüfte Dinge große Reichweite erzielen. „Welche Rolle soziale Medien bei den konkreten Sachverhalten spielen und ob Nachahmungshandlungen vorliegen, lässt sich derzeit nicht belastbar beurteilen“, hieß es.