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Weiter viele Glutnester am Saurüsselkopf

Das offene Feuer ist gelöscht, die Einsatzkräfte am Saurüsselkopf arbeiten Glutnest für Glutnest ab. Herausfordernd ist dabei auch das steile Gelände.

09.05.2026

Auch dank Hubschraubern wurde der Brand gelöscht. Uwe Lein/dpa

Auch dank Hubschraubern wurde der Brand gelöscht. Uwe Lein/dpa

© Uwe Lein/dpa

Der Einsatz gegen den Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding wird wohl noch bis in die kommende Woche dauern. Das offene Feuer sei zwar am Donnerstag gelöscht worden. Die Nachlöscharbeiten seien aber wegen zahlreicher Glutnester herausfordernd, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein am Samstag. Das Wetter am Wochenende – trocken, warm und windig - könne zudem das Aufflammen einzelner Brandstellen begünstigen, hieß es in einer Pressemitteilung. 

Laut dem Sprecher laufen die Planungen bis nächste Woche. Man müsse aber von Tag zu Tag entscheiden, wie der Einsatz weitergeht. Seit dem Morgen seien rund 340 Kräfte vor Ort, hieß es. Für das Finden und Bekämpfen der Glutnester werden Hubschrauber, Drohnen und Bodentrupps eingesetzt. 

Arbeiten sind aufwendig und zeitintensiv

„Es sind viele Glutnester, die alle einzeln nacheinander gelöscht werden müssen“, erklärte der Sprecher. Zudem müsse man im steilen Bergwald mit Gebirgsspezialisten in Sicherungen arbeiten. „Das macht die Arbeiten sehr aufwendig und sehr zeitintensiv.“ 

Handarbeit beim Löschen und Aufspüren von Glutnestern

Im schwer erreichbaren Gebiet sei das Löschen Handarbeit, teilte der Kreisfeuerwehrverband mit. Der Waldboden müsse mit Werkzeugen Schicht für Schicht geöffnet werden, um an die versteckte Glut zu kommen. Um auch abseits von Schlauchleitungen zu löschen, werden kleine Strahlrohre oder Löschrucksäcke genutzt, gefüllt mit 20 Litern Wasser. 

Auch Wärmebildkameras werden laut Kreisfeuerwehrverband inzwischen überwiegend per Hand gesteuert. Der Grund: Drohnen können verdeckte Glutnester unter dichtem Laub und Blättern nur eingeschränkt erfassen. 

Anwohner sollen auf Rauchgeruch achten

Schon bei wenig Wind könnten sich die Glutnester wieder entzünden, zum Teil mit Flammen oder Rauch. Wer entsprechendes rieche, solle Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungs- und Klimaanlagen möglichst abschalten und den Aufenthalt im Freien vorsorglich reduzieren, hieß es zuletzt vom Landratsamt Traunstein. Besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten aufmerksam sein.

Einer der größten Waldbrände der vergangenen Jahrzehnte

Am Donnerstag war es den Einsatzkräften nach tagelangem Kampf gegen die Flammen gelungen, das offene Feuer zu löschen. Zeitweise waren fast 300 Kräfte beteiligt. Das Feuer war am Sonntagabend entdeckt worden. 

Laut Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) handelt es sich um einen der größten Waldbrände, „die wir in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben“. Die Ursache ist noch unklar.

Zu Beginn des Brandes waren die Flammen in der Nacht weithin zu sehen. (Archivbild)Matthias Brüning/dpa

Zu Beginn des Brandes waren die Flammen in der Nacht weithin zu sehen. (Archivbild)Matthias Brüning/dpa

© Matthias Brüning/dpa