Wein und Spargel - für Voigt die „perfekte Kombination“
Thüringens Ministerpräsident hat die neue Spargelkönigin gekürt und damit die Spargelsaison eröffnet. Wie Mario Voigt das Edelgemüse am liebsten genießt - und wer im Hause Voigt den Schäler bedient.
Ministerpräsident Mario Voigt kürte die 32-jährige Lisa Graupeter zur Spargelkönigin.Martin Schutt/dpa
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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt genießt Spargel am liebsten mit Wein. „Ich bin ein großer Spargel-Fan“, sagte der CDU-Politiker zur offiziellen Eröffnung der Spargelsaison in Kutzleben (Unstrut-Hainich-Kreis). Er esse Spargel gern mit zerlassener Butter und Kartoffeln, verriet Voigt am Rande der Veranstaltung. Dazu: Weißburgunder. „Wir haben hier in Thüringen ein kleines, aber feines Weinanbaugebiet - nämlich Saale-Unstrut und das ist irgendwie die perfekte Kombination“, sagte der 49-Jährige vor Publikum.
Lisa (32) ist neue Spargelkönigin
Voigt kürte im Kutzlebenener Ortsteil Lützensömmern Lisa Graupeter zur 23. Spargelkönigin und hing ihr eine Schärpe um. Die 32-Jährige wird nun ein Jahr lang Thüringens Spargelanbau repräsentieren. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Landesamtes für Statistik in Thüringen 1.341 Tonnen Spargel geerntet - und damit 326 Tonnen weniger als im Jahr 2024. Rund 242 Hektar standen im vergangenen Jahr mit Spargel im Ertrag.
Voigt zog sich bei der Eröffnung später Gummistiefel an. An einem Feld kratzte er mit einer Kelle etwas schwarze Erde von einem für den Spargel angelegten Hügel und stach selbst mehrere weiße Stangen. Dann schloss er die Pflanzlöcher wieder. Die Arbeitsteilung bei der Zubereitung des Spargels im Hause Voigt sei klar: „Meine beiden Jungs und ich schälen“, sagte er.
Grüner Spargel zunehmend im Trend
Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) gab sich ebenfalls als Spargel-Genießerin zu erkennen. „Den Grünen nur in der Pfanne mit Butter andünsten. Den Weißen ganz kurz blanchieren und dann in die Pfanne. Oder als Spargelsalat mit Erdbeeren“, beschrieb sie ihre favorisierten Zubereitungsarten.
Jan-Niclas Imholze vom Spargelhof Kutzleben sagte, die Saison sei gut gestartet. Wenn die Ernte richtig gut laufe, liege der Ertrag bei etwa zehn Tonnen pro Hektar. Im Laufe der Jahre sind die Anbauflächen aber etwas weniger geworden. Sein Betrieb habe rund 120 Hektar Ertragsfläche. „Das waren auch schon mal 100 Hektar mehr in Spitzenzeiten“, erklärte er. Die jüngere Generation müsse für den Spargel neu begeistert werden. Im Trend liege zunehmend grüner Spargel, der in den vergangenen Jahren mehr und mehr nachgefragt werde.
Der Ministerpräsident hat in Kutzleben selbst Spargel gestochen.Martin Schutt/dpa
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