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Weimer besorgt über Verklärung der SED-Diktatur

Der Kulturstaatsminister sieht Geschichtsrevisionismus, der der Demokratie schaden solle. Doch gibt es aus seiner Sicht auch ein „Gegengift von Ostalgie“.

02.10.2026

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigt Gedenkstätten wie Point Alpha. (Archivbild) Martin Schutt/dpa

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigt Gedenkstätten wie Point Alpha. (Archivbild) Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Zum Tag der Deutschen Einheit beklagt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eine nachträgliche Verklärung der SED-Diktatur. „Rechts- wie linksextreme Kreise versuchen immer lauter, das Unrecht und die Unfreiheit in der DDR zu verharmlosen oder ideologisch umzudeuten“, erklärte der parteilose Politiker. „Die Verklärung der SED-Diktatur ist inzwischen zu einem offenen Geschichtsrevisionismus geworden, um der Demokratie zu schaden.“

Er würdigte die Gedenkstätte Point Alpha, einen ehemaligen US-Stützpunkt und Beobachtungsposten in Hessen an der damaligen innerdeutschen Grenze zu Thüringen. Solche Orte seien „architektonische Erinnerungen an das Leid eines zerrissenen Landes“, meinte Weimer. „Gedenkstätten sind das Gegengift von Ostalgie.“