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Wegen Jugendsünde: Keine WM-Chance für Werder-Profi Puertas

Werder Bremens Mittelfeldspieler Cameron Puertas wollte mit der Schweiz zur Fußball-WM. Doch daraus wird nichts, weil der Bundesliga-Profi noch knapp zwei Jahre auf seine Einbürgerung warten muss.

19.03.2026

Bremens Cameron Puertas verpasst die Fußball-WM im Sommer. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

Bremens Cameron Puertas verpasst die Fußball-WM im Sommer. (Archivbild)Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Eine Jugendsünde kostet Werder Bremens Fußballprofi Cameron Puertas die Chance auf eine WM-Teilnahme mit der Schweiz. Weil er im Jahr 2019 wegen „Fahrens ohne vorschriftsgemäße Zulassung“ verurteilt worden war und einen Eintrag ins Strafregister erhalten hatte, kann er frühestens 2029 in der Schweiz eingebürgert werden, wie Puertas in einer Medienrunde berichtete. Der Schweizerische Fußballverband (SFV) hatte den Fall zuvor der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigt.

In der Schweiz ist eine Einbürgerung demnach erst zehn Jahre nach einer Verurteilung möglich. Ein Antrag auf eine Verkürzung dieser Frist sei abgelehnt worden, obwohl der Eintrag ins Strafregister 2025 gelöscht wurde. „Es ist sehr ärgerlich, aber ich kann es nicht mehr ändern und sehe es als Teil meiner Geschichte“, sagte der Mittelfeldspieler zur verpassten WM-Chance.

Puertas hofft auf die WM 2030

Der 27-Jährige ist zwar in Lausanne geboren, besitzt aufgrund seiner familiären Wurzeln aber nur die spanische Staatsangehörigkeit. Die Chance auf eine Nominierung in den WM-Kader des Europameisters liegt für Puertas aber bei null.

Deshalb setzt er trotz des Rückschlags auf eine spätere Auswahl-Karriere bei den Eidgenossen. „Ich hoffe, 2029 weiterhin fit genug zu sein, um dann noch die Chance zu haben, für die Schweiz an der WM 2030 teilzunehmen“, sagte Puertas.