Was sich für Bahn-Reisende aus dem Norden ändert
Zwischen Hamburg und München soll es künftig schneller gehen, zugleich fallen auf anderen Strecken Halte oder Verbindungen weg. Welche Änderungen der neue Fahrplan für den Norden bringt.
Für Reisende ab dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es mit dem Fahrplanwechsel einige Änderungen. (Symbolbild)Antonia Sawallisch/dpa
© Antonia Sawallisch/dpa
Fahrgäste sollen künftig schneller von Hamburg nach München kommen. Ab dem nächsten Fahrplanwechsel fahren dreimal täglich in jede Richtung ICE-Sprinter zwischen der Hansestadt und der bayerischen Hauptstadt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die Züge sollen dabei nur in Hannover und Nürnberg halten - so verkürze sich die Reisezeit um 20 Minuten auf fünf Stunden und 20 Minuten.
Der neue Fahrplan tritt am 13. Dezember 2026 in Kraft, Tickets können ab dem 14. Oktober erworben werden. Fahrgäste müssen sich erst einmal nicht auf höhere Preise einstellen. Die Kosten für Fernverkehr-Tickets sollen bis Mai 2027 stabil bleiben, wie Bahn-Chefin Evelyn Palla schon vor längerer Zeit angekündigt hatte.
Was Reisende aus Hamburg und Schleswig-Holstein zum neuen Fahrplan noch wissen müssen und wo sie künftig mehr Zeit einplanen sollten:
Neuer Nacht-ICE nach Stuttgart
So werde künftig einmal täglich der Sprinter zwischen Hamburg und Frankfurt am Main über Mannheim und Kaiserslautern bis nach Saarbrücken verlängert. Die Pfalz und das Saarland sind den Angaben nach dadurch künftig rund 30 Minuten schneller zu erreichen. Überdies werde an den stark frequentierten Tagen Freitag und Sonntag ein weiterer ICE von der Hansestadt aus angeboten - etwa nach Düsseldorf und Köln.
Wegen der hohen Nachfrage startet laut der Bahn ein neuer Nacht-ICE von Hamburg nach Stuttgart. Beim abendlichen ICE von Hamburg nach Frankfurt und Wiesbaden entfielen jedoch die Halte in Lüneburg und Uelzen, was die Fahrtzeit um 50 Minuten verkürzt. Aufgrund der Baustelle an den Hamburger Elbbrücken falle zudem im kommenden Fahrplanjahr täglich ein Sprinter zwischen Hamburg und Köln in beide Richtungen weg.
Direktverbindung zwischen Hamburg und Amsterdam
Im kommenden Jahr fahren zudem täglich vier ICE von Hamburg direkt nach Amsterdam. Wegen der Korridorsanierung zwischen Hannover und Berlin werde die Direktverbindung aus der Bundeshauptstadt in die Niederlande über Hamburg umgeleitet, hieß es. Drei Züge starteten am Hamburger Hauptbahnhof, ein vierter ICE halte in Bergedorf und in Hamburg-Harburg.
Zudem fahren der Deutschen Bahn zufolge ab März sieben Eurocity-Express-Zugpaare zwischen Hamburg, Schleswig und Kopenhagen. Dies sei ein Zugpaar mehr außerhalb der Saison als bislang. Darunter seien auch die zwei täglichen Direktverbindungen zwischen Kopenhagen und Prag, die über Berlin und Hamburg fahren. Neu ist ebenfalls: In Flensburg halten künftig bis zu drei saisonale Züge pro Tag und Richtung zwischen Hamburg und Kopenhagen.
Was sich in Schleswig-Holstein ändert
Für Flensburg, Schleswig und Neumünster verschieben sich den Angaben der Bahn zufolge die Abfahrtzeiten der Sprinter-Verbindung von und nach Frankfurt am Main. So fährt der ICE ab Flensburg künftig um 14.16 Uhr - in der Gegenrichtung erreicht der ICE aus Frankfurt Flensburg um 13.25.
Fahrzeugbedingt entfallen müssen die zweistündlichen Intercitys zwischen Flensburg und den dänischen Städten Padborg und Fredericia. Die bislang dort eingesetzten Züge seien in Deutschland nicht mehr zugelassen, hieß es.
Schließlich halten in Büchen künftig bis zu fünfmal täglich und pro Richtung Züge einer Shuttle-Linie zwischen Hamburg und Berlin. Bisher stoppten dort fast alle zwei Stunden ICE-Züge von und nach München. Grund dafür sind die knappen Trassen auf der immer stärker ausgelasteten Strecke.