Was der Landesschülerbeirat zu den Jugendprotesten sagt
Vor Protesten in mehreren Städten warnt der Landesschülerbeirat vor Gewalt und Ausschreitungen. Zugleich fordert er, die Anliegen der jungen Generation ernst zu nehmen.
In Frankreich sind Proteste eskaliert. (Archivbild)Jean-Francois Badias/AP/dpa
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Vor den angekündigten Demonstrationen einer jungen Generation hat der Landesschülerbeirat gewalttätige Ausschreitungen verurteilt. „Bilder wie in Frankreich darf es in deutschen Städten nicht geben“, heißt es in einer Stellungnahme. „Am 31. Oktober muss der politische Fokus auf den Themen liegen, die uns junge Menschen beschäftigen und manche von uns sogar auf die Straße treiben.“ Gewalt, Extremismus und Ausschreitungen dürften keinen Platz in der Demonstrationskultur haben.
Im Netz ruft eine Initiative namens Gen Z regelt für Samstag zu Protesten in mehreren deutschen Städten auf, darunter Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg. Nach Krawallen in Frankreich befürchten manche auch hierzulande Probleme.
„Panikreaktion der Politik auf ihr eigenes Versagen“
Die Demonstrationen zeigen aus Sicht des Landesschülerbeirats, dass jungen Menschen Politik wichtig sei. „Wir vertreten unsere Interessen selbstbewusst und wollen uns politisch einbringen“, heißt es in der Stellungnahme. Dieses Engagement sei ein wichtiger Bestandteil unserer lebendigen Demokratie und verdiene Anerkennung statt pauschaler Verurteilung.
„Kein Schüler ist auf der Straße, wenn er sich im Klassenzimmer gehört fühlt“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Simon Stier. „Die Stigmatisierung der Schülerproteste ist eine Panikreaktion der Politik auf ihr eigenes Versagen.“
Wer auf die Proteste mit Versammlungsverboten und Schlagstöcken statt mit Dialog reagiere, verkenne die Bedeutung demokratischer Beteiligung. „Gleichzeitig sind auch Ausschreitungen seitens der Demonstrierenden nicht zu rechtfertigen“, betonte Stier. „Gewalt hat in unserem demokratischen Diskurs keinen Platz – unabhängig davon, von wem sie ausgeht.“