Warum Stuttgarter Steinböcke nach Österreich gebracht werden
Mehr als 50.000 Steinböcke leben wieder in den Alpen. Doch warum wildert die Wilhelma weiterhin Tiere aus?
Die zwei Steinböcke kurz vor ihrer Auswilderung in der Wilhelma. (Handoutbild)---/Wilhelma Stuttgart/dpa
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Zwei Steinbockdamen aus der Wilhelma leben seit kurzem in den Alpen. Die 2024 geborenen Tiere wurden gemeinsam mit sechs Steinböcken aus anderen europäischen Zoos ausgewildert, wie der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart mitteilte. Die Aktion sei Teil einer Initiative in Österreich, um den Bestand von Alpensteinböcken in der Region zu erhalten und zu schützen.
Zwar gelten die Tiere heutzutage nicht mehr als gefährdet, wie die Huftierkoordinatorin des Zoos, Ulrike Rademacher, erklärte. Im 19. Jahrhundert jedoch sei die Art durch die Jagd fast ausgerottet worden. Heute leben wegen strenger Schutzmaßnahmen wieder 50.000 Steinböcke in den Alpen.
Die zwei Steinbockweibchen wurden 2024 in der Wilhelma geboren. Jetzt wurden sie ausgewildert. (Handoutbild)---/Wilhelma Stuttgart/dpa
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Die Tiere leben den Angaben nach allerdings in Inselpopulationen, pflanzen sich also nicht mit Steinböcken aus anderen Gruppen fort. Man wildere deshalb weiterhin Tiere aus, um „Populationslücken zu schließen und genetische Vielfalt in den Beständen zu sichern“, sagte Rademacher.