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Warnung vor Sturmflut an der Nordsee

Stürmischer Wind über der Nordsee drückt das Wasser in die Deutsche Bucht und die Mündungen von Elbe und Weser. Die Deiche könnten zum ersten Mal in diesem Herbst getestet werden.

25.10.2026

In der Nacht zum Montag wird an der Nordsee die erste Sturmflut der Saison erwartet. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

In der Nacht zum Montag wird an der Nordsee die erste Sturmflut der Saison erwartet. (Archivbild)Daniel Bockwoldt/dpa

© Daniel Bockwoldt/dpa

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnt vor einer Sturmflut an der deutschen Nordseeküste. In der Nacht zum Montag werde das Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Elbegebiet 1,5 bis 2 Meter, im Wesergebiet etwa 1,5 Meter und an der nordfriesischen Küste 2 bis 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten. In Hamburg soll das Wasser am Pegel St. Pauli am Montagmorgen gegen 4.00 Uhr auf 2 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen.

Ab einer Höhe von 1,5 Metern spricht man von einer Sturmflut. Der tiefer gelegene Teil des St. Pauli-Fischmarktes wird dann von der Elbe überspült. Eine Gefahr beginnt allerdings erst bei sehr viel höheren Wasserständen. Wenn das Wasser 2,5 bis 3,5 Meter über dem mittleren Hochwasser aufläuft, gilt das als eine schwere Sturmflut, darüber als eine sehr schwere Sturmflut. 

Der Deutsche Wetterdienst prognostizierte für Sonntag stürmischen Südwest- bis Westwind an den Küsten, an der Nordsee vereinzelt Orkanböen. Auch am Montag soll es teils stürmischen Südwest- bis Westwind mit schweren Sturmböen geben.

Nach Angaben des Bundesamtes traten in der Saison 2025/2026 sechs Sturmfluten an der deutschen Nordseeküste auf. Laut Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein sind die Deiche in einem guten und wehrhaften Zustand.