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Wie komm‘ ich zur Arbeit? Nahverkehr steht vielerorts still

Pendler aufgepasst: Verdi legt große Teile des Nahverkehrs lahm. Wo Busse und Bahnen doch noch fahren – und was die Beschäftigten fordern.

02.02.2026

Im Tarifkonflikt im bayerischen Nahverkehr setzt die Gewerkschaft Verdi auf Warnstreiks. (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

Im Tarifkonflikt im bayerischen Nahverkehr setzt die Gewerkschaft Verdi auf Warnstreiks. (Archivbild)Sven Hoppe/dpa

© Sven Hoppe/dpa

Der Weg zur Arbeit und zurück dürfte für viele Pendler in Bayern angesichts stillstehender Busse und Bahnen anstrengend werden. Wegen eines ganztägigen Warnstreiks wird der Nahverkehr in vielen Städten heute vermutlich ausfallen. Die Gewerkschaft Verdi erwartet, dass die meisten U- und Trambahnen stehenbleiben werden. Die S-Bahnen in München und Nürnberg sind nicht betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben werden. 

Besonders gebeutelt dürften die Menschen in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt sein. Auch in Bayreuth, Schwabach und Ingolstadt soll es Einschränkungen geben.

„Seit 3.30 Uhr sind die Kollegen im Warnstreik“, sagte ein Verdi-Sprecher in München am Morgen. „Die Stimmung ist sehr gut, Aufbruchstimmung.“ 

In Augsburg sind von den rund 140 Bussen und Straßenbahnen, die morgens normalerweise ausrücken, nur 8 Straßenbahnen und 7 Busse unterwegs, wie die Stadtwerke mitteilten.

Warnstreik nahezu bundesweit

Bundesweit bleiben Busse, Straßen- und U-Bahnen bei vielen kommunalen Verkehrsunternehmen in den Depots. Betroffen sind nahezu alle 16 Bundesländer, wie Verdi mitteilte. 

Wer dennoch einen Bus oder eine Tram erwischt, sitzt womöglich in einem Fahrzeug eines Unternehmens, das nicht unter den Tarifvertrag fällt. 

Höhere Zuschläge für Nachtarbeit gefordert

In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. 

In Bayern findet der Tarifvertrag Nahverkehr laut Verdi in mehr als 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 9.000 Beschäftigten.