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Warnstreiks bei der Postbank treffen auch Ost-Länder

Wegen des Tarifstreits müssen sich Postbank-Kunden erneut auf Einschränkungen einstellen. Verdi erhöht vor der nächsten Verhandlungsrunde den Druck - auch mit einer Kundgebung in Leipzig.

27.05.2026

Beschäftigte der Postbank wollen mit Warnstreiks und Kundgebungen den Druck in den Tarifverhandlungen erhöhen. (Archivbild) Andreas Arnold/dpa

Beschäftigte der Postbank wollen mit Warnstreiks und Kundgebungen den Druck in den Tarifverhandlungen erhöhen. (Archivbild) Andreas Arnold/dpa

© Andreas Arnold/dpa

Kundinnen und Kunden der Postbank müssen sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erneut auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten von Donnerstag bis Samstag zu weiteren Warnstreiks auf. Betroffen sind bundesweit Filialen und Callcenter der Postbank.

Verdi hält Angebot für unzureichend

Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt für rund 9.000 Beschäftigte der Postbank im Deutsche-Bank-Konzern. Nach Angaben von Verdi hat die Arbeitgeberseite zuletzt eine Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent nach drei Nullmonaten ab Juli 2026 sowie weitere 2,3 Prozent ein Jahr später angeboten.

Verdi hält das Angebot für unzureichend. „Die Deutsche Bank hat ein Rekordergebnis verkündet. Die Beschäftigten haben maßgeblich zu diesem hervorragenden Jahresergebnis beigetragen“, betonte Katrin Behrens, Gewerkschaftssekretärin für Finanzdienste. Viele Beschäftigte hätten kein Verständnis dafür, dass sie nach Darstellung der Gewerkschaft einen Reallohnverlust hinnehmen sollten, während vor allem die Aktionäre von den Gewinnen profitierten.

Kundgebung in Leipzig geplant

Für Donnerstag kündigte Verdi zudem eine Kundgebung der Beschäftigten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig an. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 300 Euro monatlich. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Juni in Frankfurt am Main geplant.