Warnstreik vor nächster Verhandlungsrunde mit Telekom
Nach einer aus Gewerkschaftersicht enttäuschenden Verhandlungsrunde will Verdi nun hunderte Telekom-Mitarbeitende in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Warnstreik bewegen.
Verdi ruft im Tarifkonflikt Telekom-Beschäftigte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen heute zum Warnstreik auf. (Symbolbild)Oliver Berg/dpa
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Die Gewerkschaft Verdi hat in den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom deren Beschäftige in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Warnstreik aufgerufen. „Ziel ist es, etwa 1.500 Streikende heute auf die Straße zu bekommen“, sagte Gewerkschaftssekretär René List. Insgesamt zähle die Telekom zwischen 7.500 bis 8.000 Tarifbeschäftigte in den drei Bundesländern, so List.
Bereits am Dienstag hatte es erste Ausstände in anderen Bundesländern gegeben. Verdi begründet den Warnstreik mit einer enttäuschenden zweiten Tarifverhandlungsrunde ohne ein Angebot der Arbeitgeber.
Forderung: 6,6 Prozent mehr
Verdi fordert für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht den Gewerkschaftsangaben zufolge aus 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge habe eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. Vor der Tarifrunde seien gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften vereinbart worden.
Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11./12. Mai 2026 angesetzt.