Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr im Norden beginnt
Verdi legt den Nahverkehr in den kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein lahm. Welche Verkehrsbetriebe betroffen sind.
Die Gewerkschaft Verdi hat nach eigenen Angaben die Busunternehmen in den kreisfreien Städten zum Streik aufgerufen. (Symbolbild)Carsten Rehder/dpa
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Auf Schülerinnen und Schüler, Pendler sowie Reisende in Schleswig-Holsteins kreisfreien Städten und im Kreis Plön kommen massive Einschränkungen im Nahverkehr zu. Die Gewerkschaft Verdi hat nach eigenen Angaben vier Verkehrsbetriebe zum Streik aufgerufen. Betroffen sind die öffentlichen Busunternehmen in Kiel (KVG), Lübeck (Stadtverkehr Lübeck), Flensburg (Aktivbus) und Neumünster (SWN).
Die Streiks begannen heute um 3.00 Uhr und sollen bis Donnerstagfrüh andauern. Dort, wo der Dienst schon offiziell begonnen habe, fahre nichts mehr, sagte Verdi-Verhandlungsführer Sascha Bähring der Deutschen Presse-Agentur nach Streikbeginn. „Die Arbeitnehmer zeigen das richtige Zeichen gegenüber dem Arbeitgeber und stehen hinter ihren Forderungen“.
Zudem streiken auch die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe im Kreis Plön. Dies geschehe im Rahmen der bundesweiten Tarifrunde zum Eisenbahntarifvertrag.
Was die Gewerkschaft fordert
Für beide Tarifbereiche fordert die Gewerkschaft nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Entgelte um 6,5 Prozent für alle Beschäftigten, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Für Gewerkschaftsmitglieder will Verdi eine Vorteilsregelung in Höhe von 650 Euro jährlich.
Anfang September war die zweite Verhandlungsrunde im öffentlichen Nahverkehr gescheitert. Die Gewerkschaft Verdi sprach von einem „unakzeptablen Angebot“ der Arbeitgeberseite. Mit dem zweitägigen Streik soll Druck gemacht werden. Die Tarifverhandlungen sollen am 22. September fortgesetzt werden.