Warn-App „Hessenwarn“ wird durch Nina-App ersetzt
Extremwetter, Stromausfall, Brände: Über das Smartphone kann man sich mit Apps vor Gefahren warnen lassen. Mit „Hessenwarn“ geht das nur noch bis Ende des Jahres - aber es gibt Ersatz.
Die Menschen in Hessen sollen künftig über die App Nina gewarnt werden. (Symbolbild) Rolf Vennenbernd/dpa
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Hessen stellt seine App „Hessenwarn“ für Warnungen und Informationen der Sicherheitsbehörden an die Bevölkerung zum Jahresende ein. Hintergrund sind laut einer Mitteilung des Innenministeriums in Wiesbaden unter anderem wirtschaftliche Gründe.
Der Landesrechnungshof hatte mit Blick auf die Kosten die landeseigene Warn-App kritisiert und vorgeschlagen, dass sich das Land der Nina-Warn-App anschließt, die vom Bund und den anderen Ländern genutzt wird. Dies ist nun geplant.
Der Bund habe die Funktionalitäten von Nina in den zurückliegenden Jahren weiterentwickelt und an „Hessenwarn“ angeglichen, hieß es aus dem Innenministerium. Aufgrund der Entwicklung sei der Mehrwert der Landes-App deutlich geringer geworden, ergänzte Innenminister Roman Poseck (CDU). „Wir wollen Doppelstrukturen vermeiden.“ Die Einstellung von „Hessenwarn“ spare rund 60.000 Euro pro Jahr.
„Die aktuelle Sicherheitslage führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, im Ernstfall schnell und zuverlässig über eine Gefahrenlage informiert zu werden“, erläuterte Poseck. „Angesichts möglicher Stromausfälle, Extremwettereignisse oder anderer Gefahrensituationen ist eine schnelle und zuverlässige Warnung der Bevölkerung wichtiger denn je.“
Durch das „Hessenwarn“-Aus soll es keine Nachteile für die Menschen in Hessen geben. „Mit der Warn-App Nina werden die Menschen in Hessen weiterhin zuverlässig und vollumfänglich über Gefahren- und Extremsituationen informiert“, bekräftigte Poseck.
Gehört bald der Vergangenheit an: Die landeseigene Warn-App Hessenwarn. (Symbolbild)Arne Dedert/dpa
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