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Waldbrand in Gebiet mit Kampfmitteln - Ort teilweise geräumt

Es beginnt mit einem Waldbrand auf einer Fläche von zwei Hektar. Weil in dem Wald Kampfmittel sind, kommt es zu Explosionen. Gebäude im Ort Traisen müssen geräumt werden.

28.06.2026

Es brannte in der Nacht lichterloh in dem Waldgebiet.  Sebastian Schmitt/dpa

Es brannte in der Nacht lichterloh in dem Waldgebiet. Sebastian Schmitt/dpa

© Sebastian Schmitt/dpa

Ein Waldbrand in einem mit Kampfmitteln belasteten Gebiet hat einen großen Einsatz im Kreis Bad Kreuznach ausgelöst und zur teilweisen Räumung des Ortes Traisen geführt. Wegen der Kampfmittel in dem Gebiet mussten die Löscharbeiten zeitweise unterbrochen werden, wie der Kreis mitteilte. Die Einsatzkräfte versuchten, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Für betroffene Anwohner wurde eine Notunterkunft eingerichtet.

Der Waldbrand war laut Kreis am Samstagnachmittag an einem Steilhang in der Nähe von Traisen ausgebrochen. Am späten Samstagabend wurden erst einzelne Gebäude in unmittelbarer Nähe zu dem Waldbrand geräumt, in der Folge entschieden die Einsatzkräfte, mehrere Straßen im nördlichen Teil Traisens zu räumen. 

Gebäude mussten bis 2.00 Uhr nachts verlassen werden

Menschen mussten bis 2.00 Uhr in der Nacht Gebäude in einem Radius von einem Kilometer um den Brand verlassen, eine Notunterkunft wurde eingerichtet - und zwar in der Birkenberghalle in Roxheim. Der Kreis bot älteren oder kranken Menschen sowie Müttern mit Kindern unter drei Jahren an, sich zu melden, damit Hotelzimmer vermittelt werden können. 

Es bestehe derzeit keine Gefahr für die Häuser im Evakuierungsgebiet, die Räumung erfolge vorsorglich, betonte der Kreis. Es habe Explosionen in dem Gebiet gegeben, der herbeigerufene Kampfmittelräumdienst bewerte die Lage fortlaufend, berichtete eine Kreissprecherin. 

Schneisen und Wasser gegen Ausbreitung der Flammen

Für die Bevölkerung sollte im Verlauf des Sonntags noch eine Informationsstelle in dem Ort eingerichtet werden. Die Feuerwehr versuchte, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Dafür sollten nach Angaben der Kreissprecherin Schneisen am Rand des Brandgebietes geschlagen werden. Außerdem sollte der Brand mit Hilfe von Bewässerung an der Feuerfront in Grenzen gehalten werden. 

Vor Ort war auch die sogenannte Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des Kreisverbandes Bad Kreuznach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Sie übernahm die Versorgung der Einsatzkräfte, in einer Phase, in der drumherum viele hitzebedingte Einsätze gefahren werden mussten. „Der aktuelle Einsatz ist sicher einer der großen Einsätze des DRK Bad Kreuznach“, hieß es in einer Mitteilung der Rettungsorganisation.