Waldbrand auf ehemaligem Sprengplatz für Munition
Blindgänger und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg werden oftmals bei Bauarbeiten entdeckt. Aber auch in den Wäldern schlummern Munitionsreste.
In den Wäldern gibt es noch Reste von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Thomas Frey/dpa
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Wegen Munition im Boden sind die Löscharbeiten des großen Brandes in dem Waldgebiet im Kreis Bad Kreuznach besonders gefährlich. Teile des Gebiets seien zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Sprengplatz für Munitionsreste von deutschen oder alliierten Streitkräften gewesen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz.
Das Feuer war am Samstag in einem Waldgebiet in der Nähe des Rotenfels an der Nahe ausgebrochen. Nach Ausbruch der Flammen kam es in dem Areal immer wieder zu Explosionen. Der Kampfmittelräumdienst ist vor Ort. Es wurde eine Sperrzone um den Brand eingerichtet.
Wie viel Munition im Boden liegt, sei nicht bekannt, sagte der Ministeriumssprecher. Es sei auch nicht auszuschließen, dass es in den Wäldern von Rheinland-Pfalz in weiteren Regionen ebenfalls ehemalige Sprengplätze mit Munitionsresten gibt. Oftmals würden diese erst durch Erd- und Bauarbeiten entdeckt.
Eine flächendeckende Dokumentation dieser Flächen, die bundes- und europaweit vorhanden sind, gebe es nicht, erklärte der Sprecher. Eine Gefahr für die Bevölkerung gehe in der Regel nicht von diesen Gebieten aus, da sich die Munition tief im Boden befinde.