Waldbrände in Hessen: Hitze und Wind erschweren Löscheinsatz
Die Feuerwehr kämpft gleich gegen mehrere Waldbrände in Hessen. Hitze und Wind erschweren die Arbeit. Ein großer Einsatz läuft im Main-Kinzig-Kreis, dort wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen.
Die Feuerwehr kämpfte gegen mehrere Brände Andreas Arnold/dpa
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Mehrere Waldbrände in Hessen haben die Feuerwehr in Atem gehalten. Betroffen waren vor allem Waldstücke im südosthessischen Main-Kinzig-Kreis, aber auch im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Dabei erschwerten hohe Temperaturen und Wind die Löscharbeiten.
Gleich vor mehreren Bränden in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach warnte die Integrierte Leitstelle im Main-Kinzig-Kreis über Katwarn. „Nach bisherigem Stand ist eine Waldfläche von mehreren tausend Quadratmetern betroffen“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Abend. Die Kreisbrandinspektion aus dem bayerischen Aschaffenburg, die bei den Löscharbeiten unterstützte, sprach von mindestens 30.000 Quadratmetern Brandgebiet.
Löschhubschrauber im Einsatz
Und: Brandstiftung werde nicht ausgeschlossen, erklärte die Polizei. Verletzt wurde laut den Angaben niemand. Am Abend waren die Löscharbeiten noch im Gange. „Wann diese abgeschlossen sein werden, ist derzeit noch nicht absehbar.“ Per Polizeihubschrauber wurde auch aus der Luft gelöscht.
Nach Angaben eines Sprechers des Main-Kinzig-Kreises war die Feuerwehr zunächst zu drei kleineren Einsatzstellen geeilt, inzwischen habe sich aber ein größerer Brand entwickelt.
Auch ein Löschhubschrauber war im EinsatzAndreas Arnold/dpa
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An einzelnen Stellen hätten Feuer gelöscht werden können, in anderen Bereichen brenne der Wald aber weiterhin. Diese seien zudem nur schwer zugänglich.
Ein Dutzend Feuerwehren an Einsatz beteiligt – auch aus Bayern
Auch Drohnen der Polizei sowie ein Hubschrauber seien eingesetzt worden. Rund ein Dutzend Feuerwehren aus Rodenbach und Umgebung waren dem Sprecher zufolge an dem Einsatz beteiligt, auch um Kameraden abzulösen. Darunter waren auch Einsatzkräfte aus Bayern. Um die Wasserversorgung zu sichern, seien sechs große Abrollbehälter mit je 10.000 Litern Fassungsvermögen bereitgestellt worden.
Laut Polizei war zunächst unklar, ob die einzelnen Brandstellen in einem Zusammenhang stehen. Zeugen werden gebeten, sich bei der Hanauer Kriminalpolizei zu melden.
Die Löscharbeiten dauerten an. Andreas Arnold/dpa
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Am Montag herrschte laut Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes mit Ausnahme von Hessens höchstem Berg Wasserkuppe (mittlere Gefahr) hessenweit eine hohe oder sehr hohe Waldbrandgefahr.
Vorübergehend auch Ferienhaussiedlung in Gefahr
Die Menschen wurden aufgefordert, das betroffene Gebiet möglichst zu meiden, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Zudem sollten die Zugangswege zu der Brandstelle freigehalten werden.
Das Feuer habe sich zunächst auch in Richtung einer im Wald gelegenen Ferienhaussiedlung ausgebreitet, die jedoch auch dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr nicht von den Flammen betroffen gewesen sei, sagte der Polizeisprecher.
Drei Feuerwehrleute bei Waldbrand im Taunus leicht verletzt
Im Rheingau-Taunus-Kreis standen zwischen Hohenstein-Breithardt, Born und Bad Schwalbach-Adolfseck rund 8.000 Quadratmeter Wald in Flammen, hier kam es laut Brand- und Katastrophenschutz zu einem Großeinsatz, bei dem auch drei Feuerwehrleute leicht verletzt worden seien.
Die Feuerwehrkräfte konzentrierten sich zunächst darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Am Nachmittag hieß es dann, der Brand sei unter Kontrolle. Auch hier wurde die Bevölkerung aufgerufen, den Bereich zu meiden und Zugangswege zur Brandstelle freizuhalten.
Gleich mehrere Brände gab es in einem Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach Andreas Arnold/dpa
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Auch im Rheingau hat es gebrannt. Boris Roessler/dpa
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