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Vogt kandidiert wieder als FDP-Landeschef

Bei der FDP in Schleswig-Holstein stehen neben Vogts Wiederwahl Veränderungen im Landesvorstand an. Wer für die freien Posten kandidiert.

05.11.2026

Christopher Vogt steht seit 2024 an der Spitze der Nord-FDP. (Archivbild)Georg Wendt/dpa

Christopher Vogt steht seit 2024 an der Spitze der Nord-FDP. (Archivbild)Georg Wendt/dpa

© Georg Wendt/dpa

Christopher Vogt bewirbt sich auf einem Landesparteitag am Samstag erneut als FDP-Landesvorsitzender. „Ich bin davon überzeugt, dass wir wirklich auch in Schleswig-Holstein gute Chancen haben“, sagte der Landtagsfraktionschef mit Blick auf die Landtagswahl am 18. April kommenden Jahres. Der 42-Jährige ist seit zwei Jahren Landeschef und hat keinen Gegenkandidaten.

Tina Schuster will als Stellvertreterin Vogts weitermachen, auch sie stellt sich auf dem Parteitag in Neumünster zur Wahl. Die bisherige Stellvertreterin Gyde Jensen will nur noch als Beisitzerin im Landesvorstand kandidieren. Der dritte stellvertretende Landesvorsitzende Helmer Krane kandidiert nicht mehr. Für die beiden freien Posten kandidieren der frühere Wirtschaftsminister Bernd Buchholz und der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Finn Flebbe.

Vogt optimistisch

Mut für die Landtagswahl zieht Vogt aus jüngsten Umfragen im Norden. Im Sommer waren die Liberalen in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der „Bild“-Zeitung auf sechs Prozent gekommen. Die CDU kam dabei auf 27 Prozent, die 2022 noch an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterte AfD auf 18 Prozent, die Grünen auf 17, die SPD auf 15 Prozent, die Linke auf 7 und der SSW auf 6 Prozent.

„Schwarz-Grün ist ohne Mehrheit“, sagte Vogt. Gerade im ländlichen Raum sei das Potenzial für die FDP stark und insbesondere im Mittelstand sei der Unmut über Schwarz-Grün groß. „Die Landesregierung ist ja immer nett und so und es gibt viele Bekenntnisse, aber es passiert ja in der Tat wirklich wenig.“

Leitantrag

Auf dem Landesparteitag wollen die Liberalen noch nicht über das Programm für die Landtagswahl debattieren. Das ist erst im Januar geplant. Mit seinem Leitantrag will der Landesvorstand wieder eine Aufbruchstimmung im Norden erzeugen - unter anderem durch eine Konzentration des Staates auf die Kernaufgaben wie Bildung, Sicherheit, Straßen und Gesundheitsversorgung.

Seine Partei kämpfe für einen funktionierenden Staat, sagte Vogt. „Die Kita ist oft geschlossen, der Unterricht fällt aus, Baustellen dauern ewig und werden immer teurer. Und auf der anderen Seite müssen die Bürger immer mehr für diesen Staat bezahlen und die Qualität der Angebote des Staates wird immer schlechter.“