Viele Internetseiten nach Sicherheitsvorfall noch offline
Eine Sicherheitslücke in PHP betrifft das Fundament zahlreicher Webseiten. Das BSI hat Alarm geschlagen. Mehrere Internetauftritte im Osten bleiben zunächst offline.
Nach einer entdeckten Sicherheitslücke in der verbreiteten Programmiersprache PHP sind mehrere Webseiten im Osten noch offline. (Symbolbild)Stefan Jaitner/dpa
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Nach einer neu entdeckten, schwerwiegenden IT-Sicherheitslücke sind zahlreiche Webseiten im Osten Deutschlands weiterhin offline. Betroffen sind etwa die Internetauftritte großer Städte wie Dresden, Gera oder Dessau-Roßlau. Aber auch die Webseiten von Krankenhäusern wie dem Harzklinikum sind weiterhin nicht erreichbar.
Das Universitätsklinikum Magdeburg erklärte, als Betreiber einer kritischen Infrastruktur habe der Schutz seiner IT-Systeme besondere Bedeutung. Aus diesem Grund sei die Webseite vorsorglich abgeschaltet worden. Hinweise auf einen Cyberangriff würden nicht vorliegen. Auch der Klinikbetrieb laufe uneingeschränkt weiter. Auch die Webseiten zahlreicher Landesbehörden und Ministerien etwa in Thüringen, waren zunächst offline gegangen, sind inzwischen aber wieder erreichbar.
Hintergrund ist eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP, der zahlreiche Webseiten basieren. PHP kommt bei einem großen Teil der Internetseiten zum Einsatz - von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress.
Sicherheitsexperten haben die Schwachstelle als hochkritisch eingestuft. Neben dem IT-Sicherheitsunternehmen Huntress und dem PHP-Sicherheitsteam hat auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Sicherheitslücke gewarnt und eine offizielle Cybersicherheitswarnung herausgegeben.