„Viele Fehler“: Coach Gavel über Zoff-Wechsel zum FC Bayern
Anton Gavel ist neuer Trainer der Münchner Basketballer. Der ehemalige Profi steckt mit seiner Leidenschaft an. Sein Wechsel zum FC Bayern wurde von einem heftigen Streit mit Bamberg begleitet.
Anton Gavel soll die Bayern wieder zu Titeln führen.Sven Hoppe/dpa
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Der neue Münchner Basketball-Trainer Anton Gavel will den Zoff um seinen Wechsel vom Bundesligarivalen Bamberg Baskets hinter sich lassen. „Es wurden Behauptungen und Sachen gesagt, die mich persönlich nicht glücklich gemacht haben. Aber ich bin glücklich, dass sich die Vereine einvernehmlich einigen konnten“, sagte Gavel (41) bei einer Presserunde des FC Bayern. „Das ist hinter uns, es wurde schon gesprochen. Wir wollen uns jetzt auf die neue Saison konzentrieren.“
Um Gavels Wechsel von den Bambergern war im Sommer ein Streit entbrannt. Der begehrte Coach hatte in Franken eigentlich noch einen Vertrag bis Sommer 2027. Gavel kündigte ihn jedoch und verwies auf einen angeblichen Formfehler bei der Unterschrift.
Gavel gewann mit dem FC Bayern 2018 das Double
Die Bamberger warfen dem bayerischen Rivalen daraufhin vor, die Aktion unterstützt zu haben, um sich eine Ablösesumme sparen zu wollen. Die Münchner wiesen diese Darstellung zurück und sprachen später von einem beruhigten Verhältnis. „Es wurden viele Fehler gemacht, vielleicht wurde auch etwas gesagt, was so nicht stimmt“, meinte Gavel, der den FC Bayern nach einer titellosen Saison wieder zu Trophäen führen soll.
Der gebürtige Slowake, der auch für die deutsche Nationalmannschaft auflief, spielte in der Bundesliga unter anderem für Bamberg und die Münchner. Der frühere Aufbauspieler war Kapitän der Double-Mannschaft des FC Bayern von 2018. Nach seinem Karriereende betreute er den Ulmer Basketball-Nachwuchs, ehe er dort die Profis übernahm und seit 2024 die Bamberger coachte. In München hat er einen Dreijahresvertrag.
„Er arbeitet wie ein Verrückter“
Gavel wurde 2023 sensationell Meister sowie 2026 Pokalsieger und Trainer des Jahres. Er folgte nun Altmeister Svetislav Pešić nach. „Er ist ein Basketball-Besessener im positiven Sinne. Ihm macht es Spaß, sich selbst die ganze Zeit zu challengen, ihm macht es Spaß, die Mannschaft und Spieler weiterzuentwickeln. Man merkt, er denkt über nichts anderes als Basketball nach“, charakterisierte der neue Münchner Sportchef Thorsten Leibenath seinen neuen Coach.
Manchmal müsse man Gavel sogar ein bisschen bremsen. „Er arbeitet wie ein Verrückter und diese Energie überträgt sich auf die Spieler“, sagte Leibenath, der selber vom Ligakonkurrenten Ulm kam.