VfB und Pejcinovic: Ab in den „Kampfmodus“
Die Stuttgarter reisen angeschlagen nach Paderborn. Auch ihre 25 Millionen Euro schwere Zukunftshoffnung kommt trotz Traumstarts nicht auf Touren. Trainer Sebastian Hoeneß fordert: „Ellenbogen raus“.
Traf für den VfB bisher nur im Pokal: Dzenan Pejcinovic. (Archivbild)Harry Langer/dpa
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Das mit den zwei Gesichtern ist beim VfB Stuttgart so eine Sache. In der Champions League läuft’s, in der Fußball-Bundesliga klemmt’s. Und im DFB-Pokal? Da wollen die Schwaben im Zweitrunden-Spiel beim SC Paderborn am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) an die Form anknüpfen, die sie 2025 bis zum Titel und vergangene Saison gleich noch mal ins Finale geführt hat.
Auch Dzenan Pejcinovic ist so einer, der bislang wie ein Chamäleon auftritt - zumindest gemessen an seiner Ausbeute vor dem Tor. Und mit dem Unterschied, dass sich seine wechselhaften Leistungen nicht nur auf den VfB beschränken. Für die deutsche U21-Nationalmannschaft schnürte der Stürmer erst kürzlich einen Doppelpack, für die Stuttgarter hat er seit seinen drei Toren in der ersten Pokal-Runde gegen Hansa Rostock (4:0) nicht mehr getroffen.
Dem Traumeinstand folgte die Torflaute. „Ärmel hochkrempeln, nach vorn schauen und in den Kampfmodus gehen“ sei nun angesagt, meinte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß nach dem jüngsten Rückschlag in der Liga gegen Borussia Mönchengladbach (2:3). Der Coach bezog das auf seine Mannschaft im Allgemeinen. Und doch gilt es gerade für Pejcinovic auch im Speziellen.
25 Millionen Euro gingen nach Wolfsburg
25 Millionen Euro überwiesen die Stuttgarter für den Angreifer im Sommer an den VfL Wolfsburg. Der 21-Jährige gilt als große Hoffnung für die Zukunft - in Bad Cannstatt, aber auch im mit starken Stürmern nicht gerade gesegneten A-Nationalteam. Der gebürtige Münchner ist 1,88 Meter groß, wuchtig und - normalerweise - abschlussstark. Ein Offensivmann mit Gardemaß.
Für die deutsche U21 traf Dzenan Pejcinovic zuletzt sogar doppelt. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa
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Doch beim VfB kommt Pejcinovic noch nicht ins Rollen - und daher häufig auch nur als Joker zum Einsatz. Er sei immer noch ein junger Spieler, sagte Hoeneß vor der Partie in Paderborn über seinen Schützling. Und: „Er ist in einer Phase, die er schon kennt.“ Auch in Wolfsburg blieb der Youngster schließlich schon mal mehrere Spiele am Stück ohne Tor. Das sei „Teil einer Karriere“, meinte Hoeneß. „Ich bin sicher, dass er gut damit umgehen wird.“
Auch für Pejcinovic, so der Trainer weiter, gelte es nun eben, „die Ellenbogen rauszunehmen“. Er sei sich sicher, dass der Stürmer schon „in naher Zukunft wichtige Aktionen haben, wichtige Tore machen und sich da rauskämpfen wird“. Womöglich schon bei der kniffligen Pokal-Aufgabe in Paderborn?
Nur Demirovic liefert regelmäßig ab
Die größten Hoffnungen der Stuttgarter vor dem Duell mit den Ostwestfalen ruhen vermutlich auf Ermedin Demirovic. Der Nationalspieler und WM-Fahrer Bosnien-Herzegowinas ist der Einzige aus der mit reichlich Vorschusslorbeeren in die Saison gestarteten VfB-Offensive, der regelmäßig trifft. Sieben Tore in elf Pflichtspielen stehen für ihn bislang zu Buche. Kapitän Deniz Undav, seit Wochen und Monaten im öffentlichen Fokus, hat erst einmal getroffen.
„Es darf nicht im Kopf sein, dass wir verletzlich sind“, sagte Demirovic nach der Blamage gegen Gladbach. Das gilt - ähnlich wie bei Hoeneß - für die ganze Mannschaft. Aber auch ganz speziell für einen Undav. Und einen Pejcinovic.