dpa

Verdi fordert kürzere Arbeitszeiten an Unikliniken in MV

Über 7.000 Beschäftigte an Unikliniken in Mecklenburg-Vorpommern müssen länger arbeiten als viele ihrer Kollegen in anderen Bundesländern. Die Gewerkschaft Verdi appelliert an die Landesregierung.

20.01.2026

Für nicht ärztlich Beschäftigte in MV gilt eine 40-Stunden-Woche. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

Für nicht ärztlich Beschäftigte in MV gilt eine 40-Stunden-Woche. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

Vor dem Hintergrund des Tarifstreits im öffentlichen Dienst fordert die Gewerkschaft Verdi eine kürzere Wochenarbeitszeit für rund 7.400 Beschäftigte an den Unikliniken in Rostock und Greifswald. Dabei geht es um alle Beschäftigten außer Ärztinnen und Ärzte, wie Verdi Nord mitteilte. 

Für die nicht ärztlich Beschäftigten gelte dort derzeit eine 40-Stunden-Woche. Auch in Thüringen sei das am Uniklinikum Jena noch der Fall. An den Unikliniken in Westen, für die der Tarifvertrag gelte, betrage die Wochenarbeitszeit nur 38,5 Stunden. Das heiße, dass etwa Pflegekräfte an den Unikliniken in Rostock, Greifswald und Jena im Vergleich geringere Stundenlöhne bekommen würden.

Verdi: Landesregierung muss handeln

Die Forderung sei nicht Teil der aktuellen Tarifrunde, die länderübergreifend in Potsdam läuft. Jochen Penke von Verdi Nord appellierte dennoch an die Landesregierung. Man erwarte, dass Schwerin sich in den aktuellen Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) als Arbeitgebervertretung dazu verständige. „Ohne die Zustimmung der Tarifgemeinschaft der Länder, TDL, wäre es für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern alleine nicht möglich, die Arbeitszeiten zu verändern“, sagte er. 

Im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst hatte es auch in der zweiten Verhandlungsrunde vergangene Woche keine Einigung gegeben. Die dritte Tarifrunde ist für den 11. bis 13. Februar geplant. Die Gewerkschaften wollen sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zusätzlich, um untere Lohngruppen zu stärken. Das lehnen die Arbeitgeber ab.