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Verdi: Lehnen Commerzbank-Übernahme durch Unicredit ab

Die Gewerkschaft Verdi warnt erneut vor einem „Kahlschlag“ bei der Commerzbank, sollte die Unicredit die Kontrolle übernehmen. Eine eigenständige Commerzbank sei für die Jobs das Beste.

16.03.2026

Commerzbank unter italienischer Kontrolle? Für die Gewerkschaft Verdi ein Horrorszenario. (Archivbild)Hannes P. Albert/dpa

Commerzbank unter italienischer Kontrolle? Für die Gewerkschaft Verdi ein Horrorszenario. (Archivbild)Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

Die Gewerkschaft Verdi warnt im Fall einer Commerzbank-Übernahme durch die Unicredit vor einem Stellenabbau in großem Stil. „Wir lehnen eine Übernahme mit Blick auf die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und insbesondere auf die Arbeitsplätze in Deutschland in beiden Häusern – Hypovereinsbank und Commerzbank – ab“, ließ Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen mitteilen.

Verdi warnt schon länger vor einem „Kahlschlag“ bei der Commerzbank, sollten die Italiener die Kontrolle bei dem Dax-Konzern übernehmen. Die Gewerkschaft verweist auf den Schrumpfkurs der Hypovereinsbank (HVB) nach der Übernahme durch die Unicredit 2005. 

Unicredit-Chef Andrea Orcel handele im Fall der Commerzbank „weiterhin unkalkulierbar und spielt mit dem Vertrauen der Beschäftigten, aber auch der gesamten deutschen Wirtschaft“, kritisierte Schmitz-Dethlefsen. Aus Sicht von Verdi sei eine eigenständige Commerzbank „die beste Ausgangslage für sichere Arbeitsplätze“.

Die italienische Unicredit, die mit einem direkten Anteil von 26 Prozent bereits größter Aktionär der Commerzbank ist, hatte zuvor ein freiwilliges Tauschangebot für sämtliche Aktien des Dax-Konzerns angekündigt. Zugleich teilte die Mailänder Großbank mit, sie erwarte, eine Beteiligung von mehr als 30 Prozent an der Commerzbank zu erreichen, „ohne die Kontrolle zu erlangen“. Offiziell vorlegen will die Unicredit ihr Übernahmeangebot im Mai.