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Verdi: Gewalt gegen Beschäftigte stoppen

Beschimpfungen, Bedrohungen, Angriffe: Verdi will verbindliche Schutzmaßnahmen für Beschäftigte in vielen Bereichen. Warum das Thema dringlich ist.

14.02.2026

Verdi spricht davon, dass viele Gewerkschaftsmitglieder immer häufiger bei der Arbeit beleidigt, bedroht oder angegriffen werden. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

Verdi spricht davon, dass viele Gewerkschaftsmitglieder immer häufiger bei der Arbeit beleidigt, bedroht oder angegriffen werden. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

© Boris Roessler/dpa

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter fordert die Gewerkschaft Verdi einen verbindlichen Schutz von Arbeitgebern für ihre Beschäftigte. Die Tat von Anfang Februar zeige „in brutaler Konsequenz, was viele ver.di-Mitglieder längst erleben, denn Beschäftigte, die für andere da sind, werden im Arbeitsalltag immer häufiger beleidigt, bedroht oder angegriffen“, teilte der Verdi-Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland mit.

Das betreffe nicht nur den Bahnverkehr. Es betreffe auch Kolleginnen und Kollegen in Krankenhäusern, Kitas, Rettungsdiensten, Jobcentern, Bürgerämtern, der Post- und Paketlogistik, im Handel, in Callcentern oder in der Gebäudereinigung. „Überall dort, wo Dienst am Menschen geleistet wird und Konflikte zuerst „an der Front“ landen“, hieß es.

„Niemand soll Angst haben müssen, zur Arbeit zu gehen“

Schutz am Arbeitsplatz sei keine freiwillige Zusatzleistung und kein PR-Thema nach schlimmen Vorfällen. „Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeit so zu organisieren, dass Beschäftigte sicher arbeiten können.“ Dazu gehörten verbindliche Schutzmaßnahmen sowie ausreichend Personal mit Doppelbesetzungen, wo Konflikte absehbar seien. 

Verdi werde das Thema weiter mit Nachdruck auf die Tagesordnung setzen, in Betrieben, in Tarifrunden und gegenüber der Politik. Es gehe um Respekt, aber vor allem geht es um konkrete Schutzrechte. „Niemand soll Angst haben müssen, zur Arbeit zu gehen.“