Verbrennerbestand: Wo die hohen Spritpreise besonders wehtun
Wer einen Diesel oder einen Benziner fährt, spürt die gestiegenen Spritpreise. Eine Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigt, welche Regionen besonders betroffen sind. Niedersachsen landet oft vorn.
Tanken ist teuer geworden. (Symbolbild)Frank Hammerschmidt/dpa
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Wer tanken muss, leidet unter den hohen Spritpreisen. Doch wie viele Autos mit Verbrennungsmotor es gibt, unterscheidet sich je nach Region erheblich. Ein Blick in die gerade veröffentlichte Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand zu Jahresbeginn verrät, wo die Spritpreise besonders wehtun. Dass Niedersachsen häufig vorn landet vorn, hat einen Grund.
Dass vor allem der Dieselpreis gestiegen ist, trifft im Zulassungsbezirk Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen besonders viele Menschen. Denn dort gibt es mit 278 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohnern die höchste Dieselautodichte. Dahinter folgt mit Cloppenburg ein weiterer Zulassungsbezirk aus Niedersachsen vor Haßberge in Bayern mit 272 und 271 Dieselfahrzeugen pro 1.000 Einwohnern. Hybride mit Dieselmotor wurden dabei nicht mitgerechnet.
Wolfsburg vorne – aber nur rechnerisch
Die meisten Benziner pro 1.000 Einwohner finden sich rein nach den Zulassungszahlen in Wolfsburg mit 502 pro 1.000 Einwohner. Die Heimat des VW-Konzerns ist dabei aber eine statistische Ausnahme, weil dort sehr viele Autos auf den Konzern zugelassen sind, die nicht unbedingt in der Region unterwegs sind. Das verzerrt die Statistik.
Lässt man die Stadt außen vor, gibt es die meisten Benziner mit 465 pro 1.000 Einwohnern in der Südwestpfalz, gefolgt vom hessischen Main-Taunus-Kreis (455) sowie Kronach und Coburg in Bayern mit 450 und 449 pro 1.000 Einwohnern.
Stromerfahrer leiden nicht
Wer ein Elektroauto fährt, kann die Tankstellenpreise entspannt betrachten. Auch bei den reinen Stromern verzerren allerdings Autohersteller an ihren Unternehmenssitzen die Statistik. Hier liegt erneut Wolfsburg ganz vorn, gefolgt von der Audi-Heimat Ingolstadt.
Lässt man die beiden außer Acht, finden sich die höchsten Elektroautodichten in Wiesbaden und Euskirchen mit 62 und 59 Autos pro 1.000 Einwohnern.