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Von Angern: „Die Landesregierung wird abgewählt werden“

Wenige Tage vor der Landtagswahl befürchten die einen eine AfD-Regierung, andere sehnen sie herbei. Sollte es bei einer CDU-geführten Regierung bleiben, hat die Linke klare Forderungen.

28.08.2026

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Jan Woitas/dpa

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Auch wenn die AfD nicht die Landesregierung übernimmt, sieht die Spitzenkandidatin der Linken, Eva von Angern, einen deutlichen politischen Wandel auf Sachsen-Anhalt zukommen. „Wer glaubt, dass man einfach so weitermachen kann - auf Bundes- und Landesebene - der irrt“, sagte die Fraktionsvorsitzende. „Wir müssen es schaffen, wieder die Herzen der Wählerschaft zurückzugewinnen.“ 

In Sachsen-Anhalt wird in rund einer Woche ein neuer Landtag gewählt. Von Angern gab dafür eine klare Prognose ab: „Die Landesregierung wird abgewählt werden.“ 

Mit Blick auf eine mögliche Regierungsbildung zeigte sich von Angern offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU. „Wenn es für Sachsen-Anhalt nötig ist, wird mit uns auch eine engere Kooperation möglich sein“, sagte sie dem „Spiegel“. Sie schließe „gar nichts aus“. Die CDU hingegen schließt eine Zusammenarbeit mit den Linken derzeit weiter aus. Ministerpräsident Sven Schulze war jüngst Fragen nach einem möglichen Kurswechsel in dem Punkt ausgewichen. 

CDU-Regierung denkbar, aber kein „Weiter so!“

Jüngsten Umfragen zufolge liegt die AfD mit 40 Prozent oder mehr in Sachsen-Anhalt deutlich vorn. Die CDU vom amtierenden Ministerpräsidenten Schulze liegt mit Abstand dahinter, gefolgt von den Linken, der SPD und den Grünen. BSW und FDP scheitern den Umfragen nach an der Fünf-Prozent-Hürde. 

Eine Alleinregierung der AfD wird es auch nach der Landtagswahl trotz des prognostizierten Wahlerfolgs nicht geben, so die Vorhersage von von Angern. Sollte es nach der Wahl wieder einen Ministerpräsidenten von der CDU geben, könne dieser aber auch nicht weitermachen wie davor - vor allem, weil die CDU deutliche Verluste einfahren werde. „Es muss unser aller Ziel sein: Die Wählerschaft, die verloren gegangen ist, muss unbedingt von uns zurückgewonnen werden“, so von Angern.