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VNG warnt vor Risiken für Gasverträge durch EU-Methanregeln

Die neuen EU-Methanregeln könnten nach Einschätzung von VNG Gaslieferverträge gefährden. Unklare Nachweispflichten setzen laut Konzernchef Ulf Heitmüller auch die Versorgungssicherheit unter Druck.

27.02.2026

VNG-Chef warnt vor Risiken für langfristige Gasverträge durch neue EU-Methanregeln (Archivbild) Hendrik Schmidt/dpa

VNG-Chef warnt vor Risiken für langfristige Gasverträge durch neue EU-Methanregeln (Archivbild) Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Der ostdeutsche Energiekonzern VNG sieht durch neue EU-Vorgaben zur Verringerung von Methanemissionen Risiken für langfristige Importverträge und damit für die Versorgungssicherheit in Deutschland. „Wenn hier keine praxistauglichen Lösungen kommen, gefährdet das genau die Verträge, die wir für unsere Versorgungssicherheit dringend brauchen“, sagte Vorstandschef Ulf Heitmüller der Deutschen Presse-Agentur.

Nachweispflichten ab 2027

Hintergrund sind strengere Regeln für den Energiesektor, die ab 2027 auch für Importe von Öl, Gas und Kohle gelten sollen. Dann müssen Importeure nachweisen, dass Produzenten außerhalb der EU die europäischen Methan-Vorgaben einhalten. „Heute ist völlig unklar, wie das praktisch funktionieren soll“, sagte Heitmüller.

Das Europaparlament hatte den Vorschriften bereits 2024 zugestimmt. Sie sehen unter anderem strengere Kontrollen von Öl- und Gasanlagen sowie Melde- und Überwachungspflichten auch für Energieimporte vor. Methan ist nach Kohlendioxid das zweitwichtigste Treibhausgas und gilt als deutlich klimaschädlicher.

Langfristige Verträge zentral für Versorgung

Nach Einschätzung von VNG hat sich die Versorgungslage im Vergleich zur Energiekrise 2022 zwar stabilisiert - unter anderem durch Flüssigerdgas (LNG), das per Schiff zu Terminals transportiert und dort wieder in Gas umgewandelt wird, sowie breiter aufgestellte Bezugsquellen. Die Gasspeicher in Deutschland seien mit rund 20,7 Prozent (Stand 22. Februar) jedoch deutlich niedriger gefüllt als in den Vorjahren. „Mit Blick auf den nächsten Winter sehen wir die Befüllung der Speicher als Herausforderung“, sagte Heitmüller. 

Die Speicherstände sind aktuell deutlich niedriger als in den Vorjahren - die Befüllung für den kommenden Winter gilt als Herausforderung (Archivbild) Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Speicherstände sind aktuell deutlich niedriger als in den Vorjahren - die Befüllung für den kommenden Winter gilt als Herausforderung (Archivbild) Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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Gerade deshalb seien langfristige und verlässliche Lieferverträge zentral für die Versorgungssicherheit - und könnten durch nicht umsetzbare Vorgaben unter Druck geraten. Das betreffe insbesondere Bezugsquellen außerhalb der EU. Seit 2024 bezieht VNG nach eigenen Angaben als einziger deutscher Importeur Erdgas direkt per Pipeline aus Algerien.

Langfristige Gaslieferungen aus Nicht-EU-Staaten wie Algerien könnten laut VNG durch neue Nachweispflichten unter Druck geraten (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

Langfristige Gaslieferungen aus Nicht-EU-Staaten wie Algerien könnten laut VNG durch neue Nachweispflichten unter Druck geraten (Archivbild)Hendrik Schmidt/dpa

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