Unions Spielweise wird geändert - Ziel bleibt bestehen
Mit einer neuen Spielweise will Union Berlin die Zukunft in der Bundesliga sichern. Das traditionelle Ziel wird aber laut Manager Heldt nicht verändert - vorerst.
Sport-Geschäftsführer Horst HeldtSwen Pförtner/dpa
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Im achten Jahr der Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga will Union Berlin mit einer veränderten Spielweise dauerhaft die Zukunft im Oberhaus sichern. „Wir müssen uns dahin entwickeln, andere Facetten an den Tag zu legen“, sagte Sport-Geschäftsführer Horst Heldt in einer Medienrunde vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Schalke 04 zum Auftakt des dritten Spieltags am Freitag (20.30 Uhr/Sky). Nach zwei Partien liegt die Mannschaft des neuen Trainers Mauro Lustrinelli mit einem Punkt auf dem 15. Platz.
Union-Code von Dortmund geknackt
Für Heldt war spätestens in der vergangenen Spielzeit der spezielle Union-Code durch Borussia Dortmund geknackt worden. Bei der 0:3-Heimniederlage am 19. Spieltag hätte die Mannschaft von BVB-Trainer Niko Kovac Union mit deren eigenen Mitteln geschlagen, auf Techniker wie Julian Brandt verzichtet und mehr Wert auf die kämpferische Komponente gelegt.
„Das hält uns nicht dauerhaft in der Liga. Wir brauchen eine veränderte Spielweise“, sagte Heldt, ordnete zugleich aber auch ein: „Wir werden nicht den pragmatischen Fußball abschaffen.“
Neue Akzente des Trainers erkennbar
Der Manager könne bereits neue Akzente des Trainergespanns um Lustrinelli erkennen: „Er weiß, wie es geht. Es ist aber eine Zeitreise.“ Ein Ziel eines veränderten Mindsets auf dem Spielfeld sei es laut dem ehemaligen Profi, „Spiele, in denen wir besser sind, auch sicher zu gewinnen.“
Natürlich erhalte der 50 Jahre alte Schweizer Zeit, um die Mannschaft zu entwickeln, aber auch für den Meistertrainer des FC Thun gilt das unveränderte Ziel: „Das oberste Ziel bleibt aber unverändert. Der Klassenerhalt hat oberste Priorität. In den letzten sieben Jahren hat Union die Ziele erreicht. Das werden wir dieses Jahr auch schaffen.“
Neue Ziele mit neuem Stadion denkbar
Mit dem neuen Stadion im Rücken, das im Sommer 2029 fertiggestellt sein soll, könnten auch andere Ziele in den Blick geraten. Heldt ordnet dabei die Liga in drei Kategorien ein: Die Vereine für die Champions League, dahinter Vereine wie Freiburg oder Augsburg und dann den Rest der Liga. Heldt selbst lässt offen, in welcher Kategorie er Union einordnet: „Das Schönste ist, immer zu gewinnen. Wir wollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen.“