Umweltverband reicht Eilantrag auf Baustopp an der A143 ein
Mehr Schadstoffe in einem Schutzgebiet? Beim Bau der A143 läuft aus Sicht des Naturschutzbundes einiges schief. Die Organisation geht jetzt dagegen vor.
Der Naturschutzbund hat einen Eilantrag auf sofortigen Stopp der Bauarbeiten an der Autobahn A 143 eingereicht. (Archivbild)Jan Woitas/dpa
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Der Naturschutzbund hat einen Eilantrag auf sofortigen Stopp der Bauarbeiten an der A143 eingereicht. Anlass sei eine ungenehmigte und somit rechtswidrige Ausführung der Arbeiten, teilte der Regionalverband Halle/Saalekreis des Naturschutzbundes mit.
In dem derzeit im Bau befindlichen Autobahnabschnitt würden die Arbeiten am Landschaftstunnel zur Querung der Porphyrkuppen wesentlich vom gerichtlich bestätigten Bauplan abweichen, hieß es. Der Umweltverband hat sich mit dem Antrag an das Fernstraßen-Bundesamt als Planfeststellungsbehörde gewandt.
Der Bauplan sieht laut dem Naturschutzbund einen aus einer Röhre bestehenden Gegenverkehrstunnel ohne Mittelwand vor. Gebaut werde stattdessen ein zweiröhriger Tunnel mit Mittelwand. Dies führe zu deutlich mehr verkehrsbedingten Schadstoffen, denen das angrenzende europäische Schutzgebiet ausgesetzt sei, hieß es.