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Umweltminister Backhaus warnt vor Gefahren an Steilküsten

Vor wenigen Tagen steckten Wanderer auf Rügen im Schlamm fest. Umweltminister Backhaus bittet darum, die Gefahren an Steilküsten ernst zu nehmen. Wie verhält man sich sicher vor Ort?

02.04.2026

Ein Aufenthalt unterhalb der Kreidefelsen sei lebensgefährlich, warnt das Umweltministerium. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

Ein Aufenthalt unterhalb der Kreidefelsen sei lebensgefährlich, warnt das Umweltministerium. (Symbolbild)Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) warnt vor den Gefahren an Steilküsten und bittet Einheimische und Gäste darum, diese ernstzunehmen. „Gerade jetzt, wo viele Menschen die freien Tage für Ausflüge in die Natur nutzen, bitte ich eindringlich um Vorsicht. Die Steilküsten sind faszinierend, aber sie bergen erhebliche Gefahren – insbesondere nach Abbrüchen“, sagte Backhaus.

Erst am vergangenen Sonntagabend waren zwei Wanderer bei den Kreidefelsen auf der Insel Rügen im Schlamm eingesunken, wie die Seenotretter der Station Sassnitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilten. Zwar hätten sich der Mann und die Frau im Alter von 38 und 34 Jahren selbst aus dem Schlamm befreien können, sie seien aber leicht verletzt und unterkühlt gewesen.

Ministerium: Lebensgefahr unterhalb von Kreidefelsen

Wenn Kreidefelsen abbrechen, dann wird das Kreidematerial durch das Meer aufgeweicht und bildet tückischen Kreideschlamm, wie das Ministerium erklärte. Dieser könne dazu führen, dass Menschen einsinken und sich aus eigener Kraft kaum befreien könnten. Hinzu komme die ständige Gefahr weiterer Abbrüche: Ein Aufenthalt unterhalb der Kreidefelsen sei lebensgefährlich. 

Rettungseinsätze an schwer zugänglichen Küstenabschnitten seien demnach oft aufwendig und gefährlich. Jede vermeidbare Situation stelle auch für die Einsatzkräfte ein Risiko dar. Trotz klarer Gefahrenlage komme es immer wieder vor, dass Menschen gesperrte oder gefährdete Bereiche betreten – etwa um Fossilien zu sammeln oder die Abbruchstellen aus nächster Nähe zu erleben.

Wie verhält man sich sicher?

Das Ministerium rät Besucherinnen und Besuchern Abstand zu Steilküsten und Abbruchkanten zu halten sowie Absperrungen und Warnhinweise zu beachten. Außerdem solle man Uferbereiche unterhalb von Kreidefelsen meiden und sich nicht - beispielsweise für Fotos - riskanten Stellen nähern.