Übung in der Oberlausitz: Retten ohne Mobilfunk
Ein Militärtransport stößt mit einem Personenzug zusammen, das Mobilfunknetz fällt aus: In der Oberlausitz probten Einsatzkräfte den Ernstfall. Wie sie dabei die Kommunikation sichern sollen.
Bei einer mehrtägigen Übung haben Bundeswehr, Polizei, Rettungsdienste und der Katastrophenschutz auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz vor allem die Kommunikation untereinander geübt. Robert Michael/dpa POOL/dpa
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Bei einer großangelegten Übung haben Bundeswehr, Polizei und Katastrophenschutzbehörden auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Ostsachsen die Kommunikation untereinander geprobt. Unter dem Slogan „Gemeinsam dienen. Vernetzt retten. Sicher kommunizieren“ ging es drei Tage lang vor allem um die Nutzung des Digitalfunks BOS. Er ist der bundesweit einheitliche Standard für die Einsatzkommunikation. Bis zu 1.100 Menschen waren beteiligt. Das Bundeskabinett hatte die Übung im Sommer 2025 mit weiteren Eckpunkten für mehr Cybersicherheit beschlossen.
Bei der Übung mussten Rettungskräfte Verletzte aus einem verunglückten Zug bergen. Robert Michael/dpa POOL/dpa
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Ungewollt bekam das Training besondere Aktualität durch das tragische Zugunglück in Spanien am Mittwoch. Denn nach dem Übungsszenario war ein Militärtransport mit einem Personenzug zusammengestoßen. Feuerwehren, Katastrophenschutz, Polizei und Rettungsdienste wurden unter dem Stichwort MANV alarmiert. Das Kürzel steht für Massenanfall von Verletzten. Die Rettung sollte in einem abgelegenen Gebiet stattfinden, wo zugleich das Mobilfunknetz zusammengebrochen war. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) machte sich am Donnerstag ein Bild von der Lage.
Nach dem Szenario der Übung war ein Personenzug mit einem Militärtransport zusammengestoßen, wobei viele Menschen schwer verletzt wurden. Robert Michael/dpa POOL/dpa
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