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Überfall auf Geldtransporter: Weiterer Prozess beginnt

Bewaffnete Täter kesseln in Berlin-Marzahn einen Geldtransporter ein. Es fallen Schüsse. Die Täter rauben schließlich über zwei Millionen Euro. Doch sie kommen nicht weit mit der Beute.

03.09.2026

Nach einem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Marzahn mit Millionenbeute ist ein zweiter Prozess an den Start gegangen. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

Nach einem Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Marzahn mit Millionenbeute ist ein zweiter Prozess an den Start gegangen. (Symbolbild) Jens Kalaene/dpa

© Jens Kalaene/dpa

Die Angreifer raubten 26 Geldkassetten mit rund 2,4 Millionen Euro: Nach einem bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin-Marzahn vor rund eineinhalb Jahren hat ein zweiter Prozess begonnen. Angeklagt ist ein 21-Jähriger. Die Staatsanwaltschaft legt ihm unter anderem versuchten Mord aus Habgier und schweren Raub zur Last.

Der Angeklagte wies vor dem Landgericht Berlin eine Beteiligung an dem Überfall zurück. „Ich war kein Täter des Raubes“, erklärte er über einen seiner beiden Verteidiger. Allerdings habe er sich der Beihilfe zu einem Raub schuldig gemacht, weil er einen Hydraulik-Spreizer und ein Blaulicht für die Täter beschafft habe. Deren Pläne seien ihm zwar nicht bekannt gewesen, „aber mir war klar, dass sie eine große Sache vorhatten“. Zu diesen Männern machte er keine Angaben, er wolle „kein Verräter sein“, so der Angeklagte.

Schüsse „aus kurzer Distanz“

Der Überfall ereignete sich am 23. März 2025 in der Marzahner Chaussee. Einer der Angreifer soll auf den Transporter zugefahren sein - mit Blaulicht auf dem Auto. Der Geldtransporter sei ausgebremst worden, dann habe sich ein maskierter Mann „unter Vorhalt einer Kalaschnikow“ vor das attackierte Fahrzeug gestellt, so die Anklage. Weitere Täter hätten sich dem Transporter von hinten genähert und den Weg mit einem zweiten Auto blockiert.

Ein damals 22-Jähriger soll laut Staatsanwaltschaft „aus kurzer Distanz“ geschossen haben, um einen Fluchtversuch zu unterbinden. Die Insassen des Geldtransporters wurden wegen der Panzerung der Fahrerkabine durch die Schüsse nicht verletzt. Laut Anklage haben die Täter 26 der 107 geladenen Geldkassetten mitgenommen, eines der Tatfahrzeuge in Brand gesetzt und seien mit dem weiteren Auto in Richtung Neukölln geflüchtet.

Haftstrafen bis zu 14 Jahren verhängt

Bereits kurz nach der Tat hatte die Polizei auf einem Gewerbegelände das Fluchtauto, Tatwerkzeug und auch die Beute sichergestellt. Rund zwei Monate später kam es zu ersten Festnahmen.

Drei Männer wurden im ersten Prozess im Juni dieses Jahres zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb Jahren und 14 Jahren verurteilt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Für den aktuellen Prozess sind bislang 14 weitere Tage bis zum 1. Dezember terminiert.