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Über 40 Straftaten pro Tag in Zügen und an Bahnhöfen

Oft ist es Schwarzfahren oder Sachbeschädigung: Tausende Delikte werden in Sachsen-Anhalt an Bahnhöfen und in Zügen erfasst. Die Linke hat Zahlen erfragt und sieht Aufgaben für die künftige Regierung.

02.08.2026

Der Hauptbahnhof Halle ist derjenige mit den meisten erfassten Straftaten. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

Der Hauptbahnhof Halle ist derjenige mit den meisten erfassten Straftaten. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Im ersten Halbjahr sind in Zügen und auf Bahnhöfen in Sachsen-Anhalt rund 7.800 Straftaten registriert worden. Im gesamten Vorjahr seien es etwa 13.850 gewesen. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Demnach waren Sachbeschädigungen am häufigsten. 

„Jeden Tag werden an Bahnhöfen und in Zügen im Land mehr als 40 Straftaten begangen“, erklärte die Chefin der Linken-Landtagsfraktion, Eva von Angern. „Setzt sich dieser fatale Trend fort, landen wir am Jahresende bei rund 16.000 Straftaten.“ Das wären noch einmal mehr als im vergangenen Jahr und mehr als 35 Prozent mehr als noch 2024. 2023 waren den Angaben zufolge etwa 12.350 Straftaten angezeigt worden, 2024 dann rund 11.450. 

Der Hauptbahnhof Halle ist der Bahnhof, der im Land am stärksten betroffen ist. Den Angaben zufolge wurden dort im ersten Halbjahr gut 800 Delikte erfasst, am Hauptbahnhof Magdeburg waren es etwas mehr als 700, gefolgt von knapp 400 Straftaten am Stendaler Hauptbahnhof und fast 120 in Dessau. Grundlage der Zahlen ist die Polizeiliche Eingangsstatistik der Bundespolizei.

„Die Bahn sollte sicher, sauber, pünktlich und günstig sein“, erklärte Eva von Angern weiter. „Bahnhöfe sollten Orte der Mobilität und der Begegnung sein, die für jeden zu jeder Zeit sicher und attraktiv sind. Vielfach gilt das Gegenteil.“

Ziel der nächsten Landesregierung müsse es sein, dass Mobilität auf der Schiene attraktiver werde. „Dafür muss es gelingen, Straftaten sehr deutlich zu reduzieren und sowohl die Bahn als auch den ÖPNV deutlich attraktiver zu machen.“