Trotz vieler Baustellen: Hütter freut sich auf Comeback
Fünf Jahre nach seinem freiwilligen Abschied steht für Rückkehrer Adi Hütter das erste Saison-Pflichtspiel mit Eintracht Frankfurt an. Was der Fußball-Lehrer von seinem Team erwartet.
Adi Hütter startet mit einigen Sorgen in die Saison. (Archivbild)Florian Wiegand/dpa
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Adi Hütter gibt sich vor dem Saisonstart mit Eintracht Frankfurt betont unaufgeregt. Dabei plagen den Trainer des Fußball-Bundesligisten einige Sorgen. Kurz vor dem ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim SC St. Tönis am Freitag (18.00 Uhr/Sky) schwelt die Torwartdiskussion, dazu gesellen sich Defensivprobleme und auch in der Offensive sind die Hessen nicht optimal aufgestellt.
Zu allem Überfluss ist die gute Laune in der Mannschaft und im Umfeld, für die Hütter in der Vorbereitung gesorgt hatte, nach dem desaströsen 0:7-Test beim FC Brentford vorerst verflogen. Zu deutlich traten die diversen Baustellen zutage. „Das hatte ich so nicht erwartet und war ein absoluter Dämpfer. Das darf nicht wieder passieren“, sagte Hütter.
Für den Pokal-Auftritt gegen den Fünftligisten in Krefeld nimmt der 56-Jährige sein Team daher in die Pflicht. „Die Mannschaft weiß, dass sie viel besser Fußball spielen kann“, sagte er. „Die Jungs sind in der Verantwortung zu zeigen, was sie drauf haben. Ich erwarte mir ein Spiel, das wir dominieren und auch gewinnen.“
Viele Baustellen
Er selbst freut sich auf sein Pflichtspiel-Comeback auf der Eintracht-Bank, die er im Sommer 2021 auf eigenen Wunsch verlassen hatte. „Es macht mich sehr happy, hier wieder an der Seitenlinie zu stehen“, bekräftigte Hütter. Auch wenn er vorerst einen qualitativen Mangel verwalten muss.
Sportvorstand Markus Krösche ist auf dem Transfermarkt gefordert. (Archivbild)Andreas Arnold/dpa
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Die Abgänge von Nathaniel Brown (Bayern München), Rasmus Kristensen (FC Midtjylland) und Arnaud Kalimuendo, dessen Ausleihe von Nottingham Forest endete, wiegen schwer. Zumal es Sportvorstand Markus Krösche bisher nicht gelungen ist, für adäquaten Ersatz zu sorgen.
In der momentanen Zusammensetzung erscheint es schwer vorstellbar, dass die Eintracht in der Bundesliga um einen internationalen Startplatz mitspielen kann. „Das Transferfenster hat noch zehn Tage geöffnet. Solange arbeiten wir daran, das Bestmögliche für uns zu machen. Vielleicht gibt es da noch Bewegung“, beschwichtigte Hütter.
Wer hütet künftig das Eintracht-Tor?
Das gilt auch für die Torwartfrage, die seit dem Abgang von Kevin Trapp nach Paris bis heute nicht endgültig geklärt worden ist. Schon in der Vorsaison gab es ein munteres Wechselspiel zwischen den Pfosten, weil weder Kaua Santos noch Michael Zetterer richtig überzeugen konnten.
Kaua Santos (l) und Michael Zetterer (r) haben bislang nicht überzeugen können. (Archivbild)Arne Dedert/dpa
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Daran hat sich nichts geändert, weshalb sich die Hessen auf dem Transfermarkt nun doch noch um die Verpflichtung einer neuen Nummer 1 bemühen. Als Wunschlösung wurde der langjährige U21-Nationaltorwart Noah Atubolu vom Ligarivalen SC Freiburg auserkoren.
Ob der Transfer zustande kommt, ist offen. Im Pokal-Duell mit St. Tönis wird Santos das Eintracht-Tor hüten, verkündete Hütter und fügte vielsagend hinzu: „Danach werden wir sehen, was in Zukunft noch passiert.“
Hütter fühlt sich an 2018 erinnert
Die Rückkehr an den Main hatte sich der Fußball-Lehrer ganz bestimmt leichter vorgestellt, als er Ende Mai seine Unterschrift unter einen Dreijahresvertrag setzte. Andererseits: Auch bei seinem ersten Engagement von 2018 bis 2021 lief es zu Beginn nicht rund.
Erst nach einer deftigen 0:5-Klatsche im Supercup gegen Bayern München und dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal beim damaligen Viertligisten SSV Ulm startete die Eintracht durch. Am Ende stand eine gute Saison mit Platz sieben in der Bundesliga und der Einzug ins Europa-League-Halbfinale zu Buche. „Ich kann mich noch gut erinnern, dass es große Bedenken gab. Es ist jetzt eine ähnliche Situation“, sagte Hütter und erinnerte: „Damals haben wir es dann noch richtig gut hinbekommen.“